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MMMS – die neue Frauen-Power im BSV

(poc) Mathis, Menges, Mischko, Seibert, so lauten die Namen der neuen Führungsriege des Bayerischen Schulleitungsverbands. Verstärkt durch Geschäftsführer und Schatzmeister Gerhard Schmautz bildet die Damen-Quadriga die neu gewählte Vorstandschaft des BSV. Sie stellte Mitte Oktober auf der Landesdelegierten-Versammlung ihr Programm für die nächsten drei Jahre vor.

Zum dritten Mal begrüßte die BSV-Vorstandschaft die Delegierten aus ganz Bayern im Tagungshotel Sammüller in Neumarkt/Oberpfalz. Zur Begrüßung waren auch einige Nichtmitglieder des Verbands wie der Landrat des Kreises Neumarkt, Albert Löhner sowie auch die ehemaligen Vorsitzenden Emil Bayerl und Toni Stierstorfer erschienen.

Lesen Sie hierzu auch den Bericht der PNP Passau:

PNP Passau http://www.pnp.de

 



Werner Sprick, der bisherige Landesvorsitzende, eröffnete die verschiedenen  Rechenschaftsberichte. Er zeichnete die vielfachen Aktivitäten des Vorstandes in den letzten drei Jahren nach und verwies auf folgende, vom BSV erreichte Fortschritte:

•    Januar 2011: Finanzielle Verbesserungen für alle Schulleiter/-innen auf A13+AZ bis A14+AZ
•    Januar 2011: Finanzielle Verbesserungen für alle Konrektor(inn)en bis zu A13+AZ
•    September 2011: Verwaltungsangestellte erhalten für die Arbeit bei  Verbund-Koordinatoren 1 Stunde mehr.
•    September 2012: 1 bis 2 Stunden mehr Leitungszeit erhalten die Verbund-Koordinatoren von Mittelschul-Verbünden.
•    September 2012: 1 Stunde mehr Leitungszeit für Schulleitungen zweier Grund- oder Mittelschulen
•    September 2013: Verbesserung der Zuteilungsrichtlinien für Verwaltungsangestellte
•    September 2013: Übergangsklassen zählen für die Verwaltungsangestellten doppelt.
•    September 2013: Mehr Zeit für Verwaltungsangestellte an Schulen mit gebundenen Ganztagszügen.

Sprick nannte diese Fortschritte „schwer erkämpfte, aber dennoch kleine Verbesserungen“ und riet der ihm nachfolgenden Vorstandschaft, in den Bemühungen nicht nachzulassen. Er forderte auch die Delegierten auf, sich mit für sie erreichbaren Landtagsabgeordneten und anderen Entscheidungsträgern in Verbindung zu setzen und dort Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Vertreter der Legislative müssten ebenso wie die Mitglieder der Exekutive mit Argumenten bedient werden. Er verwies weiter auf „hilfreiche Kontakte“, die im Laufe der Zeit aufgebaut wurden und die es zu pflegen gelte. Konkret nannte der scheidende Verbandsvorsitzende die Verbindungen zu den verschiedenen Schulleitungsverbänden, zum Verband der bayerischen Wirtschaft (vbw), zu den Elternverbänden, zum Verband der Verwaltungsangestellten, zum Wertebündnis Bayern, zur Hanns-Seidel-Stiftung, zur  ALP Dillingen, zum ISB München, zu den Lehrerverbänden sowie zum Allgemeinen Schulleiterverband Deutschland (ASD).

Landesschatzmeister Gerhard Schmautz gab anschließend den Rechenschaftsbericht zu den Finanzen und verwies auf die notwendige Mitgliederwerbung.   Nach der Entlastung des Haushalts durch Georg Stumpfegger und Dr. Edwin Petek und der Entlastung der Vorstandschaft begannen die Neuwahlen der Vorstandschaft. Siegfried Wohlmann, der ebenfalls scheidende Geschäftsführer, leitete die Wahl. Für den Posten des Landesvorsitzenden wurde als einzige Kandidatin die bisherige stellvertretende Vorsitzende Petra Seibert vorgeschlagen. Sie wurde einstimmig gewählt.

Wahlleiter Siegfried Wohlmann gratuliert Petra Seibert Wahlleiter Siegfried Wohlmann gratuliert Petra Seibert zur Wahl als neue Landesvorsitzende des BSV; in der Mitte der scheidende Vorsitzende Werner Sprick (alle Fotos: poc)

Im Anschluss wählten die BSV-Delegierten Hannelore Mathis, Dr. Renate Menges und Cäcilia Mischko, als Stellvertreterinnen ebenso einstimmig wie Hanne Liebel-Binder als Schriftführerin und Schatzmeister Gerhard Schmautz, der auch das Amt des Geschäftsführers übernimmt. Georg Stumpfegger und Dr. Edwin Petek bestellten die Delegierten erneut als Kassenprüfer.

Vorstandschaft neu

v.l.: Petra Seibert (1. Vorsitzende), Cäcilia Mischko (stellvertr. Vorsitzende), Gerhard Schmautz (Schatzmeister u. Geschäftsführer), Hannelore Mathis (stellvertr. Vorsitzende), Dr. Renate Menges (stellvertr. Vorsitzende), Hanne Liebel-Binder (stellvertr. Vorsitzende)

Helmut Schuster

Helmut Schuster, der Bezirksvorsitzende der Oberpfalz, in der Diskussion der Anträge

Die Diskussion von vorher eingebrachten Anträgen erbrachte folgendes Ergebnis:
•    Dem Antrag „Zwischenbeurteilung sollte in der gegenwärtigen Form entfallen und einem Beurteilungsbeitrag weichen.“ wurde stattgegeben.
•    Ebenso befürwortet wurden der Einsatz des BSV für den „ juristisch vollen Dienstvorgesetzten-Status“ sowie
•    der Einsatz für eine, „dem Dienstvorgesetzten-Status entsprechende Freistellung vom Unterricht und Bezahlung“.

Als Leitlinien der BSV-Arbeit für die nächsten drei Jahre legten die Delegierten Folgendes  fest:

1.    Das „Berufsbild Schulleitung“ neu denken.

Das bedeutet:  
Die Schulleitung an Grund-, Mittel- und Förderschulen hat höchste Verantwortung für die Institution „Schule“, für ihre Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und weitere Beteiligte. Deshalb ist der einzelnen Schulart mehr Eigenverantwortung zuzuteilen.

Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:

  • Schulleiterinnen und Schulleiter an GS, MS und FöZ sind Dienstvorgesetzte in Gleichstellung mit der Schulleitung anderer Schularten.
  • Personalvertretung: Schulleiter und Stellvertreter erhalten eine eigene Personalvertretung.
  • Schulleiter entscheiden mit bei der Ernennung von Stellvertretern und bei der Personalzuweisung.
  • Weiterbildungen sind zielgerichtet zu intensivieren (u. a. professionelle Ausgestaltung der Personalführung / Orientierungshilfen bei Rechtsfällen).
  • Der angemessene Abstand zwischen funktionslosen Beförderungsämtern und Konrektoren sowie zwischen KR und R ist wieder herzustellen.


2.    Die Arbeitsbedingungen optimieren

Das bedeutet:
Zukunftsorientierte Innovation, erfolgreiche Kooperation, deutliche Qualitätssteigerung sind nur möglich im konstruktiven Zusammenwirken aller Behörden auf Augenhöhe. Ministerium, Regierung, Schulamt und Schulleitung sind verschiedene Ebenen, aber in einem Miteinander aufeinander angewiesen.

Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:

  • Anordnungen sind grundsätzlich zu verstehen als Unterstützungsmaßnahmen mit Begründungsfaktoren im Sinne von Partnerschaftlichkeit.
  • Der Weg zu Zuständigkeiten der einzelnen Ebenen ist verkürzt wahrzunehmen.
  • Schulleiter und Schulleiterinnen erhalten eine wesentlich erhöhte Leitungszeit. Dazu erhalten der Konrektor und Konrektorinnen sowie die Mitglieder der erweiterten Schulleitung eine angemessene Unterrichtsreduzierung.
  • Die Arbeitszeit der Verwaltungsangestellten wird neu geregelt und den aktuellen Aufgabenanforderungen angepasst.
  • Bürokratische Hemmnisse werden zügig und nachhaltig abgebaut zu Gunsten der Leistungsfähigkeit der einzelnen Schule.
  • Die Förderschulen bleiben erhalten. Für Inklusion ist allen Schulen zusätzliches Fachpersonal zur Verfügung zu stellen.
  • Der geplante Einsatz des MSD übers Jahr ist zu gewährleisten.

Die neue Vorsitzende, Petra Seibert, bedankte sich in bewegten und – wie immer –  charmanten Worten bei Werner Sprick als ihrem „Lehrmeister“. Dieser wurde für seine sechsjährige, hoch engagierte Tätigkeit als Landesvorsitzender zum Ehrenvorsitzenden des BSV ernannt.

Sprick Verabschiedung

Wohlmann Verabschiedung Verabschiedet als langjährig hoch engagierter BSV-Vertreter wurde auch Siegfried Wohlmann. Er war von 2001 bis 2007 stellvertretender Landesvorsitzender und wechselte dann in das Amt des Geschäftsführers. Wohlmann vertrat den BSV prägnant in den unterschiedlichsten Gremien und Versammlungen. Ihm dankten alle Mitglieder der neuen und alten Vorstandschaft für seinen permanenten Einsatz für den BSV und wünschten sich ihn als weiterhin „freien Mitarbeiter“.

 

Ebenso dankte Petra Seibert ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, begrüßte die neu in den Vorstand gewählte Cäcilia Mischko und bat alle um deren künftige Unterstützung. „Ich nehme die Herausforderung des Amtes an, bedanke mich für den Zuspruch und das Vertrauen, das mir die Landesdelegierten-Versammlung schenkt!“, so die neue BSV-Vorsitzende in ihrer Antrittsrede. In dieser stellte sie zudem ihre Vision von mutiger Schulleitung vor. Petra Seibert bezog sich dabei auf oben genannte Leitlinien und versprach, auch weiterhin mit aller Kraft für die Verbesserungen der Belange der Schulleitungen zu kämpfen.