Landesvorstand im Gespräch mit Simone Fleischmann (BLLV)

14. April 2016

Landesvorstand im Gespräch mit der neuen Präsidentin des BLLV Simone Fleischmann

Unsere Ziele sind weiterhin
-    Die Abstandswahrung von Schulleitung zum funktionslosen  Amt A 13- Studienrat
-    Die Reduzierung der Unterrichtszeit zugunsten der Leitungszeit
-    Verbesserung der Arbeitszeit und des Gehalts der Verwaltungsangestellten
-    Der Dienstvorgesetztenstatus
-    Die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Schule
-    Die Verbesserung der Rahmenbedingungen von Ganztagsschulen
-    Die Verschlankung der Verwaltung


Um der Verwirklichung der Ziele mehr Nachdruck zu verleihen, fand in diesem Zusammenhang ein Austauschgespräch zwischen Landesvorstand, Cäcilia Mischko, stellvertretender Vorsitzenden,  Werner Sprick, Senior Consultant BSV und Simone Fleischmann, der neuen BLLV-Präsidentin statt.
Als sehr erfreulich zeigte sich, dass man in der Diskussion durchaus auf gemeinsame Zielsetzungen stieß.
In der Frage der Anhebung der Leitungszeit und der Abstandswahrung von Schulleitung zu funktionslosen A 13 Studienräten konnte man durchaus zu einem Konsens kommen. Der vermehrte Aufgabenkatalog (Ganztagsschulen, Inklusion, Integration etc.) würde dies begründen.

In Fragen der Eigenverantwortlichkeit der Schulen sprach sich Frau Fleischmann in jedem Fall für die Beibehaltung der Ebene des Schulamts aus.
Nach wie vor gibt es große Differenzen, was die Thematik des Dienstvorgesetztenstatus (z.B. in der dienstlichen Beurteilung) anbelangt.  Hierbei wurde auch die Frage der Freistellung für Aufgaben des Personalrats diskutiert.
Resümierend sollte man die einzelnen Aufgabenbereiche in Abgrenzung zum Staatlichen Schulamt prüfen und diese dienstrechtlich abklären lassen.
In der Form eines Runden Tisches, zusammengesetzt aus Vertretern der Verbände und Juristen aus dem  Dienstrechtsbereich, sollte man dies nochmals diskutieren.

In jedem Fall war sich Simone Fleischmann mit dem BSV einig, dass das Berufsbild der Schulleitung sich verändert hat und ein eigenes Berufsprofil geschaffen wurde.
Dies sollte sich auch verstärkt auf die Ausbildung an der Universität auswirken,  z.B. in der Form eines Masterstudiengangs für Schulleitungen.
Schulleitungen an Grund- und Mittelschulen sollten in Zukunft in der Vergleichbarkeit mit  Schulleitungen an  Realschulen und  Gymnasien nicht schlechter abschneiden.

BSV- Vertreter und BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann waren sich einig, dass Erfolge in bereits übereinstimmenden Zielvorstellungen durch gemeinsame Aktionen schneller erzielt werden können.
Gemeinsam formulierte Ziele, auch in der Form einer Petition hätten somit auch mehr Gewicht und Erfolgsmöglichkeiten an oberster Ebene.
Ein weiterer Termin mit Vertretern der Verbände und Juristen ist angedacht.

Treffen mit Simone Fleischmann - BLLV-BSV
 

Von links: Werner Sprick BSV, Präsidentin Simone Fleischmann BLLV, Cäcilia Mischko stellvertr. Landesvorsitzende BSV

Warum hast du dich zur Vorsitzenden wählen lassen?

Das werde ich oft gefragt, da doch alle unsere Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung wissen, dass wir mehr als genug zu tun haben.

Hierfür gibt es viele Gründe:

Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere wichtigen Aufgaben und Anliegen nur realisieren können, wenn wir viele sind und geschlossen auftreten. Meine Ziele von früher sind geblieben, haben sich nur konkreter ausgeformt.
Der BSV ist die einzige direkte Interessensvertretung für unsere Schulleitungen. Deshalb möchte ich mit Ihnen und dem BSV eine Phalanx bilden gegen Angriffe aus der Öffentlichkeit, z.T. von Seiten der Lehrerverbände und z.T. von Elternseite.
Wir sind es uns wert, dass wir eine eigene Interessensvertretung haben.
Wir sind schon längst nicht mehr unter der Lehrerschaft im Grund-, Mittel- und Förderschulbereich zu subsumieren.
Wir sind in der Schulentwicklung die Ideengeber und Motoren, die Konfliktlöser und „Allround-Multitaskingtalente“, die es nicht verdient haben, nur in einer von vielen Abteilungen anderer Gruppierungen „verwurschtelt“ zu werden.

Ich möchte mit Ihnen zusammen aufzeigen, dass Schulleitung nicht nur Verwalten einer Schule bedeutet.
Leitung ist in meiner Sicht mehr als die bloße Organisation des Unterrichts und des gängigen Schullebens. Wir sind Manager kleiner, mittelgroßer bis großer Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten. Es sind komplexe soziale Systeme mit sehr hohem Akademikeranteil, vielen Betreuern und pädagogischem Personal, Hunderten von Schülern und Eltern… Zwar beziehen wir nicht das Gehalt eines Managers, jedoch verdienen wir Ansehen und Respekt.
Dafür werde ich kämpfen.

Mir macht auch die Arbeit außerhalb der Schule Freude, weil ich im Verband erfahren durfte, wie viele engagierte Kolleginnen und Kollegen die gleichen Gedanken und Probleme haben.
Die Arbeit in einem Verband war schon immer Kennzeichen von Professionalität mit zusätzlichem Engagement für andere. Und professionell will ich meine Amtszeit bestreiten mit hoffentlich großen Erfolgen und spürbaren Fortschritten.
Wenn dies gelingen sollte, bin ich ganz sicher vielen von Ihnen dankbar für IHREN Einsatz, für IHRE Geduld, für IHRE Unterstützung und für IHREN Humor sowie Nachsicht mit mir, wenn mir für Sie mal wieder „die Gäule durchgehen“.

Noch ein Wort zum Mitgliedsbeitrag: Sie zahlen monatlich nur 6,67€ und bekommen dafür nicht nur Freundschaft und verlässliche Ansprechpartner, sondern verbilligte Fortbildungsangebote (z.B. Wildbad Kreuth 30€ günstiger) und Wellnesstage in einigen bayerischen Kurhotels. Wenn Ihnen mal wieder das Wasser bis zum Halse steht, dann tauchen Sie unter und genießen Sie die nötige Erholung in vollen Zügen. Der Besuch in einem dieser Häuser reduziert Ihren Jahresbeitrag bereits um die Hälfte.

Verbandsarbeit ist eben nicht immer nur Arbeit, sondern auch Erholung und Entspannung. In diesem Sinne lade ich Sie herzlich ein, zu uns, dem Bayerischen Schulleitungsverband zu kommen und freue mich über jede Rückmeldung von Ihnen.

Es grüßt Sie Ihre Petra Seibert