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BSV Gast beim Bildungskongress der FDP

Montag, 12 Dezember 2011

„Schule der Zukunft – Qualität in der Ganztagsschule“ - die Thematik des Bildungsdialogs der FDP-Landtagsfraktion am 19. November 2011 in München, an dem der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Schulleitungsverbandes, Siegfrie Wohlmann, teilnahm.

Grundkonsens war, in Bayern überall dort, wo Anträge auf Einrichtung von offenen oder gebundenen Ganztagesklassen bzw. –schulen gestellt werden, zuzulassen. Die Forderung nach weitergehender Öffnung auch am Freitag, an Wochenenden und in Ferienzeiten stand im Raum, blieb aber unkommentiert. Die Vorteile der Ganztagesschule liegen auf der Hand, insbesondere für Kinder, deren Eltern ganztags berufstätig sind. Zum anderen bieten die Ganztagesklassen hervorragen Möglichkeiten des sozialen Lernens, verbunden mit der Vermittlung von Werten, deren Verlust gerade in den letzten Jahren schmerzlich deutlich wurde. An qualitätsorientierten gebundenen Ganztagesschulen haben Schüler bessere Noten und mehr Freude am Lernen, das ist wissenschaftlich belegt.

 

Renate Will, bildungspolitische Sprecherin der FDP, nannte u. a. Zahlen und Fakten

  • Die Ausgaben für Bildung, Wissenschaft und Forschung seien mit der FDP i Regierungsverantwortung seit 2008 um fast zwei Milliarden gestiegen.
  • Von 2008 bis 2012 steigt die Anzahl der Lehrerplanstellen um 5,6% von 81014 auf 86 685, das sei deutlich mehr als im Koalitionsvertrag festgeschrieben.
  • Derzeit gibt es 785 gebundene Ganztagesklassen, 3100 offene. Eine echte Ganztagesschule gibt es nur einmal in München.
  • Im lfd. Schuljahr sind für die Inklusion 200 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen worden.
  • Ende 2011 verfügte man über 38 000 neue Studienplätze und 3000 neue Stellen für Professoren und akademische Mitarbeiter.
  • 450 Stellen stehen für die Jugendsozialarbeit zur Verfügung, das sind 160 mehr als 2008.
  • Die FDP setzt sich ein für die Streichung des so gen. Kooperationsverbots aus dem Grundgesetz. Das Verbot besagt, dass das GG insbesondere für das Finanzwesen festlegt, dass Finanzhilfen des Bundes für bedeutsame Investitionen der Länder und Kommunen ausgeschlossen sind, wenn für die Bereiche allein die Länder die Gesetzgebungskompetenz besitzen.
  • Weiter fordert die FDP die Ausweitung gemeinsamer Bildungsstandards für alle Bundesländer. Der Anfang ist gemacht in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Abschlüsse müssen vergleichbar sein, Arbeitgeber müssen wissen, was sie von einem jungen Menschen an Fähigkeiten und Fertigkeite mit einem bestimmten Abschluss erwarten können. Bayern, Baden- Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben sich auf einen gemeinsamen Aufgabenpool beim Abitur in Deutsch u Mathematik verständigt. Diesem Ziel kann insbesondere die flächendeckend Ganztagesschule dienen.
  • Ziel der Lehrerbildung sind hier vergleichbare Abschlüsse.
  • Renate Will sprach von der Notwendigkeit der Reduzierung der Unterrichts- Die FDP, so Will, stehe für ein liberales und weltoffenes Bayern. Sie setze auf raschen, konsequenten Vollzug der bestehenden Gesetze und nicht auf immer mehr neue Regelungen. Das gelte auch im Bildungsbereich und meinte konkret die erhöhte Verantwortung der einzelnen Schule. Es sei an der Zeit, mehr Verantwortlichkeiten an die Schule zu verlagern, z. B. auch in Form eines Finanz- und Stundenbudgets.