Einschulungskorridor – was kommt hier auf uns Schulleitungen zu???

In der Koalitionsvereinbarung von CSU und FREIE WÄHLER ist für die Legislaturperiode 2018 bis 2023 Folgendes ausgeführt:
„An Grundschulen möchten wir der individuellen Entwicklung der Kinder stärker Rechnung tragen. Wir halten am Einschulungstermin fest und führen einen Einschulungskorridor von Juli bis September mit Entscheidung der Eltern ein.“

Was heißt das??

Einschulungskorridor

Zusammenfassend ist zu sagen, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird!

Das ganze Prozedere bleibt eigentlich so wie es ist. Alle Kinder, die bis zum 30. September geboren sind müssen zur Schuleinschreibung erscheinen.

Art. 37 BayEUG wird wie folgt geändert: Mit Beginn des Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig,

1.    die bis zum 30. Juni sechs Jahre alt werden,
2.    die im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September sechs Jahre alt werden

und deren Erziehungsberechtigte den Beginn der Schulpflicht nicht auf das kommende Jahr verschieben.

Die Kinder durchlaufen das Screening bzw. Schulspiel. Dann erfolgt (wie jetzt schon – wenn notwendig) die Beratung der Lehrkräfte bzw. der Schulleitung, inwieweit das Kind schulreif ist oder nicht. Nun können die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind doch noch ein Jahr zu Hause lassen.

Dies muss von Elternseite auch in Schriftform erfolgen. Natürlich kann noch eine weitere Beratung im Anschluss an die Elternentscheidung durchgeführt werden (vor allem dann, wenn das Kind von den testenden Lehrkräften als schulreif erachtet wird).

Nach wie vor soll hier auch die Meinung der Kindergärten und die Schuleingangsuntersuchung mit einbezogen werden!

Sollte beim Screening bzw. Schulspiel einem Kind die Schulreife nicht attestiert werden, entscheiden aber nicht die Eltern, sondern immer noch die Schulleitung über eine Zurückstellung!

Es wurde dafür plädiert, dass Kinder mit Sprachproblemen, die schon ein Jahr den Vorkurs besucht haben und dann doch nicht in die Schule gehen, ein weiteres Jahr an diesem Vorkurs teilnehmen sollten/dürfen.

Als Termin für die letztendliche Elternentscheidung wurde für dieses Jahr der 10. Mai festgelegt, was von allen Beteiligten in der Sitzung am 31. Januar 2018 als zu spät erachtet wurde. Ende April (Ferien!) spätestens Anfang Mai müssen die Religionsstunden/Religionsgruppen bei den Kirchen gemeldet werden. Evtl. erfolgt hier noch eine Änderung – Vorverlegung um eine Woche?!

Vom Hauptpersonalrat wurde Bestandsschutz für die Stunden der Verwaltungsangestellten und die Anrechnungsstunden der Schulleitung angemahnt, da ja nicht voraussehbar ist, ob die Klassen- oder Schülerzahlen wirklich geringer werden.

Sowie wir etwas Neues in Erfahrung bringen, werden wir Sie hier, liebe Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung sofort informieren.

Wir bleiben dran!!!!