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Deutschland investiert zu wenig in Bildung

(Ein Beitrag für die BSV-Website von Helmut Schuster)

Deutschland investiert zu wenig in Bildung

Th. Frenzel-Früh: „Schulleiterin oder Schulleiter – ein attraktiver Beruf?
Päd. Führung:

„…Die Erfordernis, Schulleitungen weit weniger durch Unterrichtsverpflichtungen zu belegen, sondern ihnen Dispositionen für ihr Kerngeschäft, der Leitung ihrer Schulen zu geben, ist in der Schulforschung und Schulwirksamkeitsforschung unstrittig. Hamburg setzt mit mindestens 20 Stunden Leitungszeit pro Woche für alle Schulen ein erstes Signal in diese Richtung. Berlin begrenzte die Unterrichtsverpflichtung der Schulleiterinnen und Schulleiter auf wöchentlich maximal 10 Stunden. …“

 

Info: In Bayern z. T. bis zu 25 Stunden Unterrichtszeit bei kleinen Schulen, =5 Std. Leitungszeit!

Ausgaben für Bildungssystem sind Investitionen in die Zukunft

 

  • Deutschland (2004): 5,2 %,
    OECD-Mittelwert für vergleichbare Länder 6,2 %
  • Minderausgaben zum OECD-Durchschnitt: 11 Milliarden €!
  • Ausgaben pro Schüler:
    Primarbereich: Deutschland 4.948 US-$ OECD-Durchschnitt 5.832 US-$
    Sekundar I-Bereich: Deutschland 6.083 US-$ OECD-Durchschnitt 6.909 US-$
    Sekundar-II-Bereich: Deutschland 10.459 US-$ OECD-Durchschnitt 7.884 US-$
    (teure berufliche Bildung)

aus SchulVerwaltung 2/2008 „OECD-Studie – zentrale Aussagen für Deutschland“

Entwicklung der Bildungsausgaben von 1995 bis 2005:

  • Die Ausgaben pro Schüler stiegen im OECD-Mittel um 38 %
  • Die Ausgaben pro Schüler stiegen in Deutschland nur um 5 %


Dilemma: Ausgaben für Soziales sind 6x so hoch wie für Bildung.

Sie sind deswegen so hoch, weil die Ausgaben für die Bildung so niedrig sind.

In Frühförderung und Schulbildung in großem Umfang investieren ist der einzig richtige Weg aus dem Dilemma. Die Sozialkosten werden dann fallen, aber das dauert!