Landesvorsitzende bsv im Austausch mit Landesvorsitzender KEG

Cäcilia Mischko und Walburga Krefting trafen sich zum virtuellen Austausch

Bildaufnahme: Walburga Krefting

Die beiden Landesvorsitzenden Cäcilia Mischko und Walburga Krefting trafen sich zum virtuellen Austausch.
Im Vordergrund standen gemeinsame aktuelle Themen, die sowohl die große Gruppe der KEG Mitglieder, als auch im Besonderen die Schulleitungsgruppe beschäftigen.
Themen, wie die rechtliche Grundlage und Verfahrensweisen im Umgang mit Masken- und Testverweigerern sind nach wie vor Dauerbrenner. Hier reichen die inzwischen erweiterten Aussagen in den KMS mit einer klaren Ansage für Verweigerer immer noch nicht aus.
Schulleitungen werden regelmäßig überhäuft mit unangenehmen, oft drohenden Elternschreiben. Niederlagen bei den Verwaltungsgerichten durch Rechtsprechung zugunsten der Ankläger verringern täglich mehr die Motivation und die Kräfte der Schulleitungen.
Diskutiert wurde auch die Unterstützung durch die Schulämter, die sich vor allem in Rechtssachen sehr different einmischen.
Man war sich hier auch einig, dass viele Aufgaben des Staatlichen Schulamts ohnehin von Schulleitungen übernommen werden und hierbei ein Wechsel in der Zuständigkeit längst fällig wäre.
Frau Mischko betonte, dass für den bsv nach wie vor der Dienstvorgesetztenstatus eine Möglichkeit wäre, die Schulen vor Ort rechtlich zu unterstützen, sowie die Schulämter zu entlasten. Eine Voraussetzung dafür wäre natürlich eine Angleichung der Besoldungsstufe an die Schulleitungen anderer weiterführender Schulen, die bereits eigenverantwortlich arbeiten.
Das Thema Leitungszeit spielte hier ebenso eine große Rolle.
Man war sich einig, dass alle Schulleitungen zu wenig Leitungszeit zur Verfügung hätten.
Besonders kleine Schulen, mit sehr wenig Verwaltungsstunden und z.T. noch Klassenführung für Schulleitungen, müssten hier besonders entlastet werden.
Schulleitungen müssen durch eine bessere Zeitplanung von Seiten des KM (Information am Freitagnachmittag-Umsetzung am Wochenende!!!) entlastet werden.
Große Sorgen macht beiden Verbänden die Aufrechterhaltung des Bildungsniveaus.
Brückenangebote sind meist aus Mangel an Lehrerstunden nicht durchführbar.
Geplante Nachhilfe finanziert mit Fördergeldern des Staats ist noch unklar. Die Organisation bleibt wieder an den Schulleitungen hängen.
Eine geplante Kürzung von Tandemlehrerstunden im gebundenen Ganztag ist eine weitere Zumutung für das Schulteam.
Der fehlende Präsenzunterricht der 1.und 2.Jgst. ist von großem Nachteil für diese Schülerinnen und Schüler. Ein Wechsel der Präsenzgruppen von der 4.Jgst zur 1.und 2. Jgst sollte deshalb zum Schuljahresende noch ermöglicht werden.
Fehlende Lehrkräfte und damit notwendige Lehrerstunden, auch für das kommende Schuljahr, lassen eine besondere Förderung kaum zu.
Man war sich einig, dass ein Lehrermangel auch die Konsequenz des in der Öffentlichkeit nicht genügend attraktiv dargestellten Lehrberufs sei.
Bereits an der Universität sollte eine flexible Ausbildung, auch für den Bereich Führungskräfte, sowie positives Coachen, gewährleistet sein.
Insgesamt waren sich beide Landesvorsitzende einig, dass sie weiter im Gespräch bleiben wollen, zugunsten einer Verbesserung der Personalentwicklung und der Erhaltung des Bildungsniveaus an den Schulen.

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