bsv Landesvorsitzende im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bayerischen Philologenverbandes

Michael Schwägerl und Cäcilia Mischko

Michael Schwägerl und Cäcilia Mischko

Die Landesvorsitzende des bsv, Cäcilia Mischko hat sich mit dem Vorsitzenden des Bayerischen Philologenverbandes Michael Schwägerl zu einem Gedankenaustausch per Videokonferenz getroffen. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Gesprächs standen die Bewältigung der Pandemieverordnungen und die erforderlichen Maßnahmen, um die derzeitigen Herausforderungen bewältigen zu können. Man bewegte sich in unterschiedlichen Ebenen bezüglich Eigenverantwortung und Verantwortung gegenüber übergeordneten Dienststellen mit entsprechenden Erwartungen.

Nach wie vor stehen die Problembereiche der Personalplanung und Personalfindung im Grund- und Mittelschulbereich im besonderen Fokus der Schulleitungen, die für die Schulentwicklung vor Ort die Verantwortung tragen. Lehrpersonal, das über die Zweitqualifizierung eine Anstellung gefunden hat, kann nur als Brückenlösung betrachtet werden. Gerade im Bereich der Grund-, Mittel- und Förderschulen muss schwerpunktmäßig eine erziehungswissenschaftliche Ausbildung erfolgt sein, um den enormen Lernrückständen, die sich in Folge der Pandemie jetzt mehr und mehr herauskristallisieren, nicht nur ansatzweise entgegentreten zu können.

Das Thema „Erweiterte Schulleitung“ ist an den Gymnasien sowie Real- und Berufsschulen mittlerweile etabliert, Grund- und Mittelschulen fordern dies seit Jahren in gleicher Weise auch für sich ein. Die viel zu hohe Unterrichtsverpflichtung der Schulleitungen an Grund- und Mittelschulen ist ein großes Ärgernis. Herr Schwägerl stimmte wie seine Vorgänger zu, dass gerade in diesem Bereich die Mittelschulen stiefmütterlich behandelt werden. Ob das viel zu niedrig angesetzte Stundenmaß der Verwaltungsangestellten oder die widersinnige Regelung, dass die Anrechnungsstunden der/s Stellvertretende/n SchulleiterIn auf das Kontingent der SchulleiterIn in Gänze von der Regierung vergeben werde - hier müsste die Leistung der Grund- und Mittelschulschulleitungen fairerweise nicht nur mit Worten gewürdigt, sondern mit höheren Deputaten versehen werden.

Insgesamt ist die aktuelle Situation im Grund- und Mittelschulbereich sehr angespannt. Es gibt nicht nur viel zu wenige pädagogisch ausgebildete und geeignete Lehrerinnen und Lehrer, sondern generell kaum „Köpfe“, die man verantwortungsvoll in eine Klasse schicken könnte. Und dies in einem gesellschaftlichen Umfeld, das Leistung und Anstrengungsbereitschaft im Bildungsbereich eher geringschätzt. Man brauche aber die besten Köpfe in Schule und Bildung, denn die Abiturienten von heute sind die Lehramtsanwärter und Referendare und dann auch die Lehrkräfte von morgen. So gesehen könnte weder eine Schulleitung am Gymnasium noch eine Schulleitung im Grund- und Mittelschulbereich entspannt in die Zukunft schauen. Abschließend stellte man fest, dass diese Problemfelder in allen Schularten vorhanden seien und dass hier beide Verbände an einem Strang ziehen könnten.

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