7 Wahlprüfsteine für bayerische Parteien

Dienstag, 16 Oktober 2012

 

7 Wahlprüfsteine für bayerische Parteien

Gleichwertige Schulen müssen gleichwertig behandelt werden.
Seit Jahrzehnten bilden die Schulleitungen den Garant für die hohe Bildungsqualität von bayerischen Schulen. Aber an Grund-, Mittelschulen und Förderschulen sind die Rahmenbedingungen wesentlich schlechter als an anderen Schularten.

Vor den anstehenden Haushaltsberatungen und der Landtagswahl wollen wir von Ihrer Partei gern wissen, wie sie zu unseren „Wahlprüfsteinen“ steht.

Wussten Sie, dass der Leiter einer Grund- und Mittelschule eine doppelt so hohe Unterrichtsverpflichtung hat wie der Leiter eines Gymnasiums mit der gleichen Schülerzahl?
Schulleitungen an Grund-, Mittel- und Förderschulen brauchen wegen erheblich gestiegener quantitativer und qualitativer Aufgaben wesentlich mehr Leitungszeit!
Was will Ihre Partei dafür tun?

Wussten Sie, dass nach wie vor an Grund- und Mittelschulen der Schulleiter nicht Dienstvorgesetzter seiner Lehrkräfte ist?
Entspricht dies Ihrer Vorstellung einer eigenverantwortlichen Schule?

Auf dem Weg zur autonomen Schule brauchen Schulleiterinnen und Schulleiter den vollen Dienstvorgesetztenstatus!
Wie wollen Sie diese Notwendigkeit umsetzen?

Die veränderten Aufgaben in der Verwaltung erfordern qualifizierte Verwaltungsangestellte mit einer Aufstockung der Arbeitszeit und einer entsprechenden Bezahlung.
Was wollen Sie für die Umsetzung tun?

Wussten Sie, dass eine GS- und MS bei gleicher Schülerzahl 3mal weniger Verwaltungsstunden hat als ein gleich großes Gymnasium?
Wann wollen Sie den Zuteilungsschlüssel vereinheitlichen?

Wir fordern ein intelligentes Verwaltungssystem zur effizienten Nutzung der Arbeitszeitressourcen und zur Entbürokratisierung der Vorgänge.
Was will Ihre Partei dafür tun?

Wussten Sie, dass die meisten Grund- und Mittelschulen trotz der steigenden Zahl erziehungsschwieriger Schüler noch immer keine Förderlehrer und Jugendsozialarbeit an Schulen haben?
Die veränderte gesellschaftliche und familiäre Situation erfordert umgehend und dauerhaft schulische Stützsystemewie Jugendsozialarbeit an Schulen, Schulpsychologen, Mobile Sonderpädagogische Dienste an allen Grund-, Mittel- und Förderschulen.
Wie wollen Sie dieser Forderung nachkommen?

Für die Erledigung besonderer Aufgaben gibt es an anderen Schularten einen Pool von Anrechnungsstunden. Wir fordern die Angleichung für Grund-, Mittel- und Förderschulen.
Wann wollen Sie diese nötige Angleichung vollziehen?

Die sonderpädagogische Professionalität und Kompetenz der bestehenden Förderzentren sind weiterhin unverzichtbar.
Wie unterstützen Sie deren Erhalt?

Über Ihre positiven Antworten bis 16. November 2012 würden wir uns sehr freuen.
Wir werden sie in unserer Homepage, in unserem Newsletter an 3.300 Schulen und in unserer Verbandszeitschrift „Die Schulleitung“ veröffentlichen.

 

Wir warten auf die Antworten bis November 2012
vor dem Beschluss des Doppelhaushalts 2013/14 -
und vor allem auf die Einhaltung der Versprechen
nach der Landtagswahl 2013!

LESEN SIE HIER DIE ANTWORTEN DER PARTEIEN IM VERGLEICH...