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Weite Übereinstimmung: BSV und Bay. Elternverband

Freitag, 02 November 2012

Weite Übereinstimmung zwischen Schulleitungs- und Bayerischem Elternverband

In einem ersten Treffen im Spitzengespräch zwischen dem Bayerischen Schulleitungsverband und dem Bayerischen Elternverband in Ingolstadt Ende September 2012 kristallisierten sich viele gemeinsame Intentionen heraus, die man in einer Gesprächsrunde im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gerne gemeinsam forcieren wolle. Den BSV vertraten Landesvorsitzender Werner Sprick, Landesgeschäftsführer Siegfried Wohlmann und Bezirksvorsitzender Helmut Schuster, Oberpfalz, für den BEV sprachen die Vorsitzende Maria Lampl und die Ehrenvorsitzende Ursula Walther.

 

Größte Übereinstimmung bestand in Grundpositionen zur Bildung in Bayern generell: „Bildung ist die gemeinsame Aufgabe von Familie und Gesellschaft. Bildungseinrichtungen wie Kindergarten und Schule spielen bei der Erziehung eine bedeutende Rolle. Gemeinsame Zielformulierungen bestimmen die Richtung bei gegenseitiger Orientierung.“

Unterstützung gewähren sich beide Verbände in folgenden Einzelforderungen:

  • Verbesserung des Stellenschlüssels in Kindergärten
  • Schaffung von Stellen für Verwaltungsangestellte in den Kitas
  • Mehr Mittel für die Frühförderung
  • Deutschförderung für alle Kinder
  • Ein Mehr an Leitungszeit für Schulleitungsmitglieder insbesondere an Grund- und Mittelschulen
  • Geänderte, an Aufgaben und Verantwortung angepasste Arbeitszeiten der Verwaltungsangestellten an Schulen
  • Schaffung von – mehr -  Stellen für Schulpsychologen und Schulsozialarbeitern an allen Schularten
  • Kompetenzorientierter Unterricht generell und auch im musischen Bereich, dessen Qualität an Standards gemessen wird
  • Einrichtung einer Planstelle für eine Förderlehrkraft an Schulen mit über 180 Schülern und Planung des mobilen Einsatzes an kleineren Schulen
  • Ausweitung der Ganztagesschulen
  • Eigenverantwortliche Schulen, die über Budget und Personal selbst entscheiden
  • Mitgestaltung der pädagogischen Schulentwicklung durch Eltern in Teilbereichen
  • Kombiklassen sind grundsätzlich mit mindestens 5 Zusatzstunden zu berücksichtigen, bei Klassen ab 20 Schülern gestaffelt zwischen 7 und 10
  • Eine deutliche Senkung der Schülerzahlen pro Klasse an Realschulen und Gymnasien
  • Eine hochwertige Ausstattung in allen Schularten
  • Respektvoller Umgang innerhalb der einzelnen „Schulfamilie“

In einzelnen Bereichsforderungen bestehen Unterschiede in der Auffassung, deshalb wolle man auch weiter im engen Kontakt bleiben, um ggf. Annäherungen zu erzielen. Der sachlich-harmonische Verlauf ist Grundlage der Motivation auch des künftigen Miteinanders beider Verbände.