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Landesdelegiertenversammlung 2007

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Landesdelegiertenversammlung am Freitag, 27. April 2007

(men/poc) Der Bayerische Schulleitungsverband (BSV Bayern) wählte
in der Landesdelegiertenversammlung am 27.04.2007 in Neumarkt
i. d. Opf. seine neue Landesvorstandschaft für die nächsten drei Jahre.

 

Ebenso wurde das ‚Institut für pädagogische Führung und Fortbildung’ (IPFF), das bisher als eigener Verein existierte, aufgelöst und dem BSV als Unterabteilung angegliedert. Dabei betonten die Mitglieder, dass sich an den Aufgaben des IPFF zukünftig nichts ändern werde.

An die Spitze des BSV wählte man Rektor Werner Sprick aus Memmingerberg. Stellvertreter/-innen wurden Hanne Liebel-Binder (Nürnberg), Wolfgang Blos (Forchheim) und Petra Seibert (Passau). Landesschatzmeister Horst Anhofer, Augsburg, führt weiter die Kassengeschäfte, Landesschriftführerin bleibt für die nächsten drei Jahre Hannelore Mathis, Höhenkirchen, und die Geschäftsführung liegt weiterhin in den Händen von Inge Pfaffinger, Augsburg. Die Vorstandschaft kooptiert, wie schon in der Vergangenheit, verschiedene Sachverständige in ihre umfangreiche Arbeit. So unterstützen Brigitte Hofmann-Koch und Siegfried Wohlmann sowie Rektorin Elisabeth Spörer und Rektor Georg Stumpfegger die aktuelle Vorstandschaft. Dr. Renate Menges vertritt – wie bisher- die Interessen der Förderschulen, während Dr. Peter Chott, als Leiter der Abteilung des IPFF (Institut für pädagogische Führung und Fortbildung), und Dr. Edwin Petek, ebenso der Vorstandschaft zugeordnet wurden.

In seinen Leitanträgen fordert der BSV die unumgängliche Angleichung von Leitungszeit und Besoldung an die anderen Schularten. Unterstützt werden diese Forderungen durch das von Prof. Dr. Heinz Rosenbusch 2006 erstellte Gutachten, das u.a. diese Forderungen wissenschaftlich untermauert. Schulleiter und Schulleiterinnen an Volks- und Förderschulen müssten – so die weiteren Ziele- in die Lage versetzt werden, unter den gleichen Voraussetzungen zu arbeiten wie die Leiter anderer Schularten. Für eine effektive Leistungsfähigkeit verlangt der Verband darüber hinaus eine deutliche Erhöhung der Planstellen für Verwaltungsangestellte, deren Aufgabenbereiche und Verantwortung an den Schulen deutlich gewachsen sind. Mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung für Schulen sowie effiziente Qualitätsentwicklung und – sicherung sind ebenso genannte Ziele. Schließlich forderten die Delegierten die neue Vorstandschaft auf, sich für mehr Unterstützung durch den Staat (z. B. bezüglich der Verwaltungsvereinfachung) und durch die Dienstaufsichtsbehörden einzusetzen.

Im Anschluss diskutierten die Delegierten verschiedene Anträge. Beispielsweise wurden Forderungen zur Reformierung der Übertrittszeugnisse, der Übertrittsbedingungen und zur Stärkung der Hauptschule formuliert.
Als weitere Anregungen für die zukünftige Arbeit des BSV gaben die Abgeordneten der neuen Vorstandschaft folgende Themen mit auf den Weg:

  • Unterstützung der bestehenden Förderschulen,
  • kritische Auseinandersetzung mit der internen und externen Evaluation,
  • weitere Verbreitung der Ergebnisse des „Rosenbusch-Gutachtens“
  • Berücksichtigung der regionalen Strukturen bei der Neugestaltung der Hauptschulen
  • Erweiterung der Grundschule in Richtung des Primarschulgedankens

Es wurde ferner darauf hingewiesen, dass auch der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschlands (ASD) ähnliche Forderungen stellt. Dieser Dachverband versucht, einen bundesweiten Konsens zu erreichen, um eine Qualität deutscher Schulen zu gewährleisten.

Der neue Vorsitzende, Werner Sprick, hob schließlich in seiner Antrittsrede hervor, dass der BSV die Interessen der Schulleitungen weiterhin gezielt vertreten werde. Er wiederholte die ‚Standardforderung’ an die Politiker nach mehr Leitungszeit für die Schulleitungen und fasste die unten abgedruckten Leitlinien für die Arbeit in den nächsten drei Jahren zusammen. Diese Zielsetzungen gilt es – so Sprick- unter den erheblich veränderten schulischen Bedingungen mit aller Kraft zu verfolgen. Zum Schluss der Landesdelegiertenversammlung nannte Werner Sprick die zahlreichen Verdienste der beiden ehemaligen Vorsitzenden, Brigitte Hofmann-Koch und Siegfried Wohlmann. Mit standing-ovations verabschiedeten die Delegierten die Scheidenden. Beide wurden zu Ehrenmitgliedern des Verbandes ernannt und der Vorsitzende verabschiedete sie im Namen des BSV mit Blumen und Geschenken.

Einige Bilder zur Landesdelegiertenversammlung finden Sie in der Gallery