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Gespräch des BSV mit Siegfried Schneider

Gespräch des Vorstands des Bayerischen Schulleitungsverbandes (bsv) mit Kultusminister Siegfried Schneider
am 27.9.2007

 

Am Gespräch nahmen seitens des Kultusministeriums Staatsminister Siegfried Schneider, Ministerialrat Georg Hahn und Ministerialdirigent Dr. Helmut Wittmann, seitens des bsv Vorsitzender Werner Sprick, und seine Stellvertreter Hanne Liebel-Binder, Petra Seibert und Wolfgang Blos.

 

In einem offenen Gespräch standen die Anliegen der Schulleitungen im Mittelpunkt. Dabei zeigte sich, dass die Verwirklichung vieler berechtigter Anliegen, wie z.B. die Erhöhung der Leitungszeit, mehr Zeit für Verwaltungsangestellte an den begrenzten Finanzen scheitert.

Die vielen Aufgaben, die Schulleitung heute auch aufgrund der verschiedenen Initiativen des Kultusministeriums, wie die Hauptschulinitiative, Ausbau von Ganztagsschulen, Verbesserung der Förderung, Modularisierung hat, sind nach Meinung des bsv in der zur Verfügung stehenden Leitungszeit nicht zufriedenstellend umzusetzen. Auch wenn, nach Darstellung des Ministers in den letzten Jahren kleine Schritte zur Verbesserung der Situation getan wurden, scheitern weitere an den Finanzen. Die mühsam erkämpften Gelder werden vom Ministerium für die Ausweitung der Ganztagsschulen in der Hauptschule, aber auch der Grundschule benötigt und die Verbesserung der Lehrerversorgung. Hier liegen eindeutig die Prioritäten.

Nach Darstellung des Kultusministers wird die vorhandene Zeit für Verwaltungstätigkeiten an Volksschulen aufgrund der großen Heterogenität und Vielzahl von Schulen breit verteilt. Würden durch Schulverbünde o.Ä. die Anzahl der Schulen und dementsprechend der Schulverwaltungen reduziert, könnten die dann größeren Verbünde auch mehr Leitungs- und Verwaltungszeit bekommen. Hierzu werden verschiedene Überlegungen angestellt.

Minister Schneider berichtete auch von Überlegungen durch kreative und flexible Lösungen z.B. bei kleinen Klassen oder Gruppen Stunden für andere Aufgaben zu gewinnen. Auch hier seien die Schulleitungen gefordert.

Die Verwaltungsarbeit von Ganztagsklassen z.B. erfordert sicherlich mehr Aufwand als die von Regelklassen. Zu überdenken ist auch, ob nicht die Grundschulklassen weniger Verwaltungsaufwand bedeuten als Hauptschulklassen mit den vielen Prüfungen und Veränderungen im Laufe eines Schuljahres. Minister Schneider berichtete von intensiven Anstrengungen, die vom bsv geforderte Verbesserung der Arbeitszeiten und –bedingungen von Verwaltungsangestellten im Rahmen des Nachtragshaushaltes zu erreichen.

Nach einer angeregten Diskussion wurde das Gespräch mit der Aufforderung des Ministers beendet, doch in Zukunft weiter v.a. auch auf der fachlichen Ebene mit dem Ministerium zusammenzuarbeiten.

Hanne Liebel-Binder, Wolfgang Blos

Ltd.MR Georg Hahn, Petra Seibert, Werner Sprick, KM Siegfried Schneider, Hanne Liebel-Binder, Mdgt. Dr. Helmut Wittmann, Wolfgang Blos