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Besuch bei Dr. Schießl / Qualitätsagentur ISB

Montag, 04 Februar 2008

Nach zwei Jahren Vorlauf und einem ersten Praxisjahr der Externen Evaluation an bayerischen Schulen zeigte sich der Leiter der Qualitätsagentur, Dr. Otmar Schießl, sehr zufrieden mit den Ergebnissen und Erfahrungen. Über 500 Schulen im Jahr 06/07 hätten die Besuche und die Rückmeldungen der Evaluationsteams erlebt und die objektive Sicht durch verschiedene „Brillen“ der Teammitglieder erlebt, ob durch Seminarleiter und Schulrat oder durch ausgebildete Schulleiter und Lehrkräfte sowie von nichtschulischen Externen z.B. aus der Wirtschaft. Er hob die Konzepttreue der Eva-Teams hervor.

 

BSV-Landesvorsitzender Werner Sprick konnte dies aus den Erfahrungen innerhalb des Verbands überwiegend bestätigen. Er betonte erneut die Bedeutung der mehrperspektivischen Sicht auf die Schule, die Wichtigkeit von möglichst verschiedenartig besetzten Teams und die Fähigkeit von Evaluationsteams, die Kollegien beim Vorstellungsbesuch möglichst gut „abzuholen“ bzw. einzubinden. Auch wenn dies nicht immer optimal gelingt, hören die Verantwortlichen im Institut für Schulqualität und Bildungsforschung dennoch gern von den über 80% der besuchten Schulen, dass der Besuch einen Erkenntnisgewinn gebracht hätte.

Evaluation und Unterstützung gehören untrennbar zusammen“. Auf diesen Kernsatz des ISB von 2003 angesprochen, wies Dr. Schießl darauf hin, dass die professionelle Evaluation zwar die Hauptaufgabe der externen Evaluations-Teams sei, dass aber die gemeinsame Auswertung des Abschlussberichts gemeinsam mit dem Schulamt erfolgen müsse, das zudem bei den nachfolgenden Verbesserungsversuchen der Schule tatkräftig zur Seite stehen sollte. Sprick wies auf die Bedeutung zusätzlicher Lehrerstunden hin, die nur über Regierungs- und Schulamtszuweisung in den Schulen für mehr sichtbare Entlastung sorgen könnten.  

Zu den Reizthemen „Gläserne Schule“ oder „Gläserner Schüler“ waren sich Dr. Schießl und Sprick einig darin, dass z.B. Schullaufbahndaten von Schülern hilfreich wären, um die Prognosequalität von Grundschullehrkräften stärken, die Schülerströme qualifizierter zu beeinflussen und die Elternberatung besser zu fundieren. Für den Datenschutz ist allerdings ein striktes Verbleiben dieser Daten innerhalb des bayerischen Bildungssystems zwingend nötig.
Zu den Themen Vergleichsarbeiten, Bildungsmonitoring und interne Evaluation werden weitere Gespräche mit Dr. Schießl vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung folgen.