BSV und BLLV suchen neue Kooperation

Montag, 04 Februar 2008 Nach den Neuwahlen im BLLV eröffnen sich neue Wege der Kooperation zwischen dem BSV und dem BLLV. Dem neu gewählten Präsidenten des BLLV Klaus Wenzel überbrachten vom BSV-Landesvorstand Werner Sprick und Wolfgang Blos herzliche Glückwünsche und neue Gesprächsangebote. An der Runde nahmen auch Engelbert Schmid, Leiter der Fachgruppe Schulleitung, und die NLLV-Fachgruppenleiterin Ingrid Runkel teil.

 



(Von links: Klaus Wenzel, Engelbert Schmid, Werner Sprick, Wolfgang Blos)

Neue Formen der Zusammenarbeit zeichneten sich bei dem Treffen ab. So wurden von beiden Seiten als höchst dringlich die Erhöhung der Leitungszeit für Schulleitung und deutlich verbesserte Rahmenbedingungen für Verwaltungsangestellte gesehen. Die Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung hängen nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen ganz eng mit der Schulleitung zusammen. Werner Sprick wiederholte die seit langem vorgebrachte Forderung des BSV nach einer längst überfälligen Nachbesserung bei der Leitungszeit. Die Angleichung an Schulleiter anderer weiter führender Schularten ist dringend notwendig, waren sich beide Verbände einig. Klaus Wenzel trat für neue Wege bei den Forderungen an die Bildungspolitiker ein, um die Arbeitsbedingungen rasch und spürbar zu verbessern. Wolfgang Blos ergänzte: „Auch die Verwaltungsprogramme sollten bald verbessert und vereinheitlicht werden, um unnötigen Datentransfer und die Mehrfachabfragen zu vermeiden.“ Darüber hinaus betonte Engelbert Schmid - im Einvernehmen mit dem BSV - dass Schulleitung heutzutage nicht nur sicherstellen muss, dass Schule funktioniert, sondern darüber hinaus ein eigenes pädagogisches, inhaltliches und organisatorisches Profil entwickelt. Die permanente Ablehnung von Finanzpolitikern, mehr Lehrerplanstellen dafür im Volksschul- und Förderschulbereich zu behalten, anstatt sie zur Finanzierung der R6 und der Verbesserung beim G8 einzusetzen, fand weder beim BSV noch beim BLLV Verständnis.

In einem erneuten Kooperationsversuch wollen nun beide Verbände ein gemeinsames Stufenmodell entwickeln, wie die nötigen Verbesserungen aussehen und finanziert werden könnten. Erfreulich war die neu spürbare Übereinstimmung darüber, wie Schulleitung in den nächsten Jahren in ihrer wachsenden Bedeutung anerkannt, gestützt und gestärkt werden muss.