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Presse 2007 April bis Juni

Hauptschulstreit im Südwesten
Schulleiter fordern drastische Reformen
„… So hatten 97 Schulleiter aus Oberschwaben einen Brief an den Minister geschrieben und gefordert, die vierjährige Grundschule und das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen. Kultusminister Rau hatte den Schulleitern mit disziplinarischen Maßnahmen gedroht und sie zu einem Gespräch nach Stuttgart zitiert. … Am Donnerstag schlossen sich weitere 51 Schulleiter aus dem Kreis Esslingen den 97 Kollegen aus Oberschwaben an.“….“
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2007

 

 

„Mut durch Mentoren“
Wie ehemalige Führungskräfte Schüler aufrichten und ihnen Brücken zum Arbeitsmarkt bauen
„Auf die Schule folgt der Frust, viele Jugendliche sind nach ihrem Abschluss erst einmal arbeitslos. In Augsburg beispielsweise finden rund zwei Drittel der Hauptschüler nach ihrem Abschluss keinen Ausbildungsplatz. Gerhard Steiner, Leiter der Werner-von-Siemens-Hauptschule hat deshalb mit seinem Kollegium ein bundesweit beispielhaftes Projekt entwickelt: die Werner-von- Siemens-Milestones, ein Fördersystem, in dem Schülern von der 7.Klasse an berufs- und lebenserfahrene Mentoren zur Seite stehen. Zurzeit arbeiten 50 Mentoren an der Schule, sie betreuen 170 Schüler der 7. und 8.Klassen. Die Mentoren sind aktive oder ehemalige Führungskräfte der Unternehmen Siemens oder Kuka, außerdem Rechtsanwälte, Apotheker und Professoren. Die Teilnehme am Projekt ist für die Schüler freiwillig. …Im vorigen Schuljahr…ließ sich bereits eine deutliche Verbesserung der Leistungen ablesen, ganz besonders in Deutsch und im Verhalten, berichtet Manfred Braun, Sprecher der Mentoren. Als wir anfingen, war der 14- jährige Raffael (Name geändert)als Problemschüler bekannt, der die Schule boykottierte und seine Umgebung terrorisierte. In seinem Zimmer gab es weder Tisch noch Stuhl, dafür einen Fernseher, vor dem er jede Nacht saß, erzählte Braun. Mittlerweile habe sich Raphael zu einem motivierten jungen Mann entwickelt, der in seinen Praktika Erfolg und Anerkennung erfahren habe und seine Hausaufgaben gewissenhaft führe. Was haben Sie nur mit meinem Jungen gemacht? Hat Raphaels Mutter erstaunt gefragt. Ich erkenne ihn nicht wieder. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 14.04.2007

 

Deutschland hat 2005 bei der Bildung gespart
 „Für die Bildung hat Deutschland im Jahr 2005 rund 0.9 Prozent weniger aufgewendet als ein Jahr zuvor. Von 146,2 Milliarden Euro gingen die Ausgaben einschließlich Aus- und Weiterbildung auf 144,8 Milliarden Euro zurück, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Anteil der Bildungsaufwendungen schrumpfte von 6.6 auf 6,5 Prozent. …“
Quelle: BLLV-direkt 03/2007

 

Hamburg schafft Hauptschule ab…

„Hamburg will ein zweigliedriges Schulsystem einrichten und damit die mehr als ein Dutzend Schulformen, die es in der Hansestadt gibt, abschaffen. Darunter sind Real- und Hauptschulen sowie Gesamtschulen. Künftig soll es nur noch Gymnasien und so genannte Stadtteilschulen geben. …Die Bürgerschaft stimmte am Donnerstag mit der CDU-Mehrheit für das so genannte Zwei-Säulen-Modell. … Die Grünen sprachen sich dagegen aus, die SPD überraschend auch. …“
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2007

Wichtigste Azubi-Lieferant
Wirtschaft setzt auf die Hauptschule und fordert mehr Geld für sie
 „Wir brauchen eine funktionierende Hauptschule. Wir brauchen die Absolventen der Hauptschule für unsere Betriebe, so Dr. Rolf Pfeiffer, Vorsitzender des IHK Gremium Amberg-Sulzbach, …Fast 50 Prozent der Auszubildenden in Ostbayern kommen nach Angaben der Industrie- und Handelskammer von der Hauptschule. Sie sei der wichtigste Lieferant von Lehrlingen für die Wirtschaft, machte Winfried Mellar deutlich. …Mellar hat das Gefühl, die Staatsregierung will speziell an der Hauptschule sparen. Das sei keine Basis für ein erfolgreiches Berufsleben. Man kann beim Sparen das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauswerfen, kritisierte Mellar. Seine Forderung: die Hauptschulen finanziell ordentlich ausstatten, Mit der Förderung von Kindern so früh wie möglich beginnen. Spätere Bildungsreparaturen, um Versäumtes geradezubiegen, seien die teurere Variante. Wichtig ist, dass mehr Geld in die Hand genommen wird, unterstrich auch IHK-Geschäftsführer Johann Schmalzl. …
Der Fachkräftenachwuchs muss also nicht Mittlere Reife haben. Für Eltern und ihre Kinder ein wichtiges Signal, dass ordentliche Hauptschüler durchaus  passable Chancen auf dem Lehrstellenmarkt haben. …“
Quelle: Neuer Tag, 11. 05.2007


„Man muss das Helfersyndrom haben“

Die Hauptschule hat nicht den besten Ruf – trotzdem wollen mehr junge Menschen dort unterrichten als früher
„.Es ist eine Herausforderung, sagt Hauptschullehramts-Studentin Keyl. Man kann erzieherisch so viel mehr machen als an anderen Schulearten. Allein das Klassleiterprinzip mache die Arbeit hier viel besser. Man muss halt nicht nach 45 Minuten in die nächste Klasse gehen, sondern kann einfach an einem Punkt weitermachen. Wir können entscheiden, ob das Vermitteln von Fachwissen zwischendurch auch mal zurückstehen muss. …Und klar, im Fach Deutsch verwenden sie nicht den gleichen Anteil etwa für Mediävistik wie künftige Gymnasiallehrer. Aber dafür verstehen wir wirklich etwas von Pädagogik und Didaktik. Was ist für einen Lehrer wichtiger? …Die Studentenzahlen für die Hauptschulen ist stärker gewachsen als die für andere Schulraten, sagt Ellen Emmerich, Leiterin des Lehrerbildungszentrums an der LMU München. …
Ich glaube, dass es ein ganz toller Beruf ist, den wir später machen. Ihre Augen leuchten, als sie das sagt.“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 106 2007


Ganztags zum besseren Abschluss

Staatsregierung will bis zum Jahr 2012 für die Hauptschulen 1300 neue Lehrer und 22 Millionen Euro bereitstellen
„Bayern will das Ganztagesangebot an Hauptschulen bis 2012 flächendeckend ausbauen. Das Kabinett beschloss am Montag, von 2008 bis 2011 etwa 1300 neue Lehrer zu finanzieren. Außerdem sollen die Hauptschulen in diesem Zeitraum 15 Millionen Euro erhalten, um externe Fachkräfte einzustellen. …

Der SPD-Bildungspolitiker Hans-Ulrich Pfaffmann warf der Staatsregierung vor, die Menschen in Bayern für dumm verkaufen zu wollen. Denn im laufenden Haushalt seien 1600 Lehrerstellen an den Hauptschulen gestrichen worden. (KM) Schneider hatte die Kürzungen mit sinkenden Schülerzahlen begründet. …“

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 02.05.2007

 

Hyperaktive Kinder im Pillenrausch
„Der Verbrauch des Betäubungsmittels Methylphenidat, das zumeist hyperaktiven Grundschülern verabreicht wird, hat sich abermals dramatisch erhöht. Das geht aus der neuesten, noch unveröffentlichten Statistik des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte hervor: Wurden 1993 noch 34 Kilogramm verbraucht, waren es im vergangenen Jahr 1221 Kilogramm – eine Steigerung von 3591 Prozent. Methylphenidat ist ein Psychopharmakon und in Produkten wie Titalin, Medikinet oder Concerta enthalten. Es wird zunemend Kindern verschrieben, denen Ärzte die umstrittene Diagnose „Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“ (ADS, auch ADHS) bescheinigen….Etliche Kinder werden sechs bis acht Jahre lang mit Methylphenidat behandelt und erhalten nie eine psychotherapeutische Begleittherapie.  …Aufklärungsbedürftig seien häufiger aufgetretene optische Halluzinationen, plötzliche Todesfälle und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse.“
Quelle: Spiegel Nr. , 12/2007

 

 Plan ohne Personal
Der Ausbau der Krippen ist besiegelt – doch zehntausende Erzieher fehlen

   

„Jetzt steht es fest: In den kommenden sechs Jahren sollen bundesweit 500.000 zusätzliche Krippenplätze entstehen. Dann werden es insgesamt 750.000 Plätze sein. …Um 500.000 Kleinkinder zu betreuen, wären 50.000 bis 100.000 zusätzliche Erzieher nötig, je nachdem wie viel Personal sich um wie viel Nachwuchs kümmert. So viele Erzieher gibt es aber gar nicht. Weniger als 18.000 sind bundesweit arbeitslos gemeldet, darunter nahezu jeder Dritte in den neuen Ländern, wo ein weiterer Ausbau der Krippenbetreuung nicht zu erwarten ist. …Ein Job mit Zukunft ist der Erzieherberuf wegen der Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz, aber nicht wegen der Entlohnung. Eine kinderlose Erzieherin mit einer Vollzeitstelle startet mit 1200 € netto ins Berufsleben, Diese Gehalt kann sie in 30 0is 4o Berufsjahren auf gerade mal 1500 Euro steigern… . Nur vier Prozent der Beschäftigten in deutschen Kindergärten sind männlich.… Die Akademisierung des Erzieherberufs steht nicht nur deswegen ganz oben auf der Prioritätenliste der Experten. Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland bei der Ausbildung enorm hinterher, sagt AWO-Geschäftsführer Brückers, ausgerechnet die am intensivsten geforderte pädagogische Berufsgruppe am kürzesten auszubilden, setzt falsche Prioritäten. ...“
Quelle:, Süddeutsche Zeitung, 19./20.05.2007

 

„Neue Studiengänge für Erzieher“

„.Nicht erst mit der aktuellen Diskussion um die Aufgaben der Kinderbetreuung sind die Anforderungen an Kindertageseinrichtungen gestiegen, was die Qualität von Erziehung, Bildung und Betreuung angeht. Sowohl die Katholische Stiftungsfachhochschule (KFSH) wie auch die Fachhochschule (FH) München bieten darum vom kommenden Wintersemester an neue Bachelor-Studiengänge an, mit denen sich Erziehrinnen und Erzieher weiterqualifizieren können. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27.04.2007

Statistiken nähren Zweifel am Sinn der Übertrittszeugnisse
 Nur etwa 60 Prozent der Gymnasiasten schaffen es bis zum Abitur
 „…Der Elternverband (BEV) lehnt das dreigliedrige Schulwesen als nicht mehr zeitgemäß ab. Man glaubt, dass die Kinder besser lernen, wenn sie getrennt werden und an der 5. Klasse in möglichst homogenen Gruppen unterrichtet, sagt Isabell Zacharias, Vorsitzende des BEV und selbst Gymnasial-Mutter. Die Selektion nach der 4.Klasse sei viel zu früh …. Der BEV plädiert für eine Verlängerung der Grundschulzeit. Das ist doch keine Utopie vom Mars. Die Finnen, die Kanadier, die machen das alle, sagt Zacharias.…“
Quelle: Mittelbayerische Zeitung, 17.04. 2007

„Gutscheine statt Geld“
Union erwägt Alternativen zum Betreuungsgeld
„….Als Alternative sieht das Gutscheinmodell vor, Eltern Bildungsgutscheine zu geben. …Die Gutscheine könnten für Betreuungsangebote, aber auch für Musik- oder Kunstunterricht oder Kurse der Elternbildung eingesetzt werden. Den Plänen zufolge würden die Gutschiene von 2013 an, wenn es ein ausreichendes Krippenangebot gibt, an alle Eltern von Kleinkindern ausgegeben werden, um sie für die Krippe oder ein Bildungsangebot zu nutzen… Der Ministerin Ursula von Leyen sei daran gelegen, dass die Mittel auch tatsächlich für die frühe Förderung der Kinder eingesetzt werden. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 26./27./28.05.2007

 

Von der Uni zum Arbeitsamt
Laut einer Studie haben in Bayern Studenten oftmals Schwierigkeiten beim Einsteig ins Berufsleben
„Wenn ein Student in Bayern die Hochschule verlässt, ist er schon 28 Jahre alt. Reif für den Berufseinstieg, möchte man meinen, allerdings landen viele Hochschulabsolventen erstmal in der Warteschleife, machen Praktika, promovieren oder übernehmen befristete Jobs. Drauf deutet die erste landesweite und repräsentative Studie zum Übergang von der Hochschule ins Berufsleben hin, deren Ergebnisse Minister Thomas Goppel am Donnerstag vorstellte. … Beim Berufseinstieg haben es demnach die Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaftler besonders schwer: Nur etwa die Hälfte von ihnen hat drei Monate nach Studienschluss eine Arbeit gefundne. Und selbst nach einem Jahr steht immer noch ein Drittel dieser Absolventen ohne Job da. … Die Hälfte aller Absolventen in Bayern muss sich nach dem Studium mit befristeten Stellen begnügen. Auch der Verdienst fällt unterschiedlich aus: Während Geisteswissenschaftler im Schnitt gerade mal auf 20.000 Euro Bruttojahresgehalt kommen, erhalten Ingenieure 36.000 Euro.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27.04.2007

Trotz guter Berufschancen-
Kein Interesse an Mathematik
 „Trotz bester Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind Abiturienten einer Studie zufolge schwer für Fächer wie Mathematik und Informatik sowie für Natur- und Ingenieurswissenschaften zu begeistern. Trotz positiver Arbeitsmarktsignale zeichnet sich für den aktuellen Schulabschlussjahrgang keine Trendweite ab…. “
Quelle: Mittelbayerische Zeitung, 20.04.2007

 

Germanistikstudenten mit Grammatiklücken…
Test an bayerischen Universitäten: Zwei Drittel wissen weniger als Fünft- und Sechstklässler
„Ein Grammatiktest der bayerischen Universitäten hat jetzt eklatante Mängel in den Deutschkenntnissen ihrer Studenten zutage gefördert. Bei einem Fragenkatalog für Studienanfänger des Lehramts an Realschule und Gymnasien haben nur 10 Prozent mit befriedigend und besser abgeschnitten. … Die Fragen bezogen sich im Wesentlichen auf den Stoffe der 7. und 8. Klassen, waren weder schwierig formuliert noch sonderlich anspruchsvoll. …77,5 % der bayerischen Teilnehmer in Erlangen erkennten käme nicht als Form des Konjunktivs Imperfekt, 88,2 % bestimmten manche nicht als Pronomen und 88,6 % konnten dort nicht als Adverb identifizieren. …Wesentliche Unterschiede zu anderen bayerischen Universitäten gab es nicht, auffallend war nur das gute Abschneiden der österreichischen Bewerber in Passau. ...“
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2007

Lehrer aus Polen
„.Mit Hilfe von Lehrern aus Polen will die Stadt Bremerhaven den Unterrichtsausfall an ihren Schulen stoppen. Wir können  in Deutschland keine naturwissenschaftlichen Fachkräfte finden, deswegen suchen wir jetzt in unserer Partnerstadt Stettin, sagte Oberschulrat Michael Porwoll. …An Schulen in Bremerhaven werden bereits 40 Lehrer aus Großbritannien für den Englisch-Unterricht eingesetzt.…“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 12./13.05. 2007

 

Kleine Klassen, große Wirkung

        

„Kinder, die während der Grundschule in kleinen Klassen unterrichtet werden, erreichen später bessere Schulabschlüsse. Dies ergab eine großangelegte Untersuchung von Wissenschaftlern der Universitiy at Buffalo im Bundesstaat New York. Die Forscher verfolgten in ihrer Studie den Werdegang von fast 5000 Schülern von der Vorschule. Bis zum Ende der High School. Nach dem Zufallsprinzip waren die Schüler am Anfang der Berufseinstieg, möchte man meinen, allerdings landen viele Hochschulabsolventen erstmal in der Warteschleife, machen Praktika, promovieren oder übernehmen befristete Jobs. Drauf deutet die erste landesweite und repräsentative Studie zum Übergang von der Hochschule ins Berufsleben hin, deren Ergebnisse Minister Thomas Goppel am Donnerstag vorstellte. … Beim Berufseinstieg haben es demnach die Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaftler besonders schwer: Nur etwa die Hälfte von ihnen hat drei Monate nach Studienschluss eine Arbeit gefundne. Und selbst nach einem Jahr steht immer noch ein Drittel dieser Absolventen ohne Job da. … Die Hälfte aller Absolventen in Bayern muss sich nach dem Studium mit befristeten Stellen begnügen. Auch der Verdienst fällt unterschiedlich aus: Während Geisteswissenschaftler im Schnitt gerade mal auf 20.000 Euro Bruttojahresgehalt kommen, erhalten Ingenieure 36.000 Euro.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27.04.2007

 

Trotz guter Berufschancen-
Kein Interesse an Mathematik
 „Trotz bester Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind Abiturienten einer Studie zufolge schwer für Fächer wie Mathematik und Informatik sowie für Natur- und Ingenieurswissenschaften zu begeistern. Trotz positiver Arbeitsmarktsignale zeichnet sich für den aktuellen Schulabschlussjahrgang keine Trendweite ab…. “
Quelle: Mittelbayerische Zeitung, 20.04.2007

 

Germanistikstudenten mit Grammatiklücken…
Test an bayerischen Universitäten: Zwei Drittel wissen weniger als Fünft- und Sechstklässler
„Ein Grammatiktest der bayerischen Universitäten hat jetzt eklatante Mängel in den Deutschkenntnissen ihrer Studenten zutage gefördert. Bei einem Fragenkatalog für Studienanfänger des Lehramts an Realschule und Gymnasien haben nur 10 Prozent mit befriedigend und besser abgeschnitten. … Die Fragen bezogen sich im Wesentlichen auf den Stoffe der 7. und 8. Klassen, waren weder schwierig formuliert noch sonderlich anspruchsvoll. …77,5 % der bayerischen Teilnehmer in Erlangen erkennten käme nicht als Form des Konjunktivs Imperfekt, 88,2 % bestimmten manche nicht als Pronomen und 88,6 % konnten dort nicht als Adverb identifizieren. …Wesentliche Unterschiede zu anderen bayerischen Universitäten gab es nicht, auffallend war nur das gute Abschneiden der österreichischen Bewerber in Passau. ...“
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2007

Lehrer aus Polen
„.Mit Hilfe von Lehrern aus Polen will die Stadt Bremerhaven den Unterrichtsausfall an ihren Schulen stoppen. Wir können  in Deutschland keine naturwissenschaftlichen Fachkräfte finden, deswegen suchen wir jetzt in unserer Partnerstadt Stettin, sagte Oberschulrat Michael Porwoll. …An Schulen in Bremerhaven werden bereits 40 Lehrer aus Großbritannien für den Englisch-Unterricht eingesetzt.…“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 12./13.05. 2007

 

Kleine Klassen, große Wirkung

      

„Kinder, die während der Grundschule in kleinen Klassen unterrichtet werden, erreichen später bessere Schulabschlüsse. Dies ergab eine großangelegte Untersuchung von Wissenschaftlern der Universitiy at Buffalo im Bundesstaat New York. Die Forscher verfolgten in ihrer Studie den Werdegang von fast 5000 Schülern von der Vorschule. Bis zum Ende der High School. Nach dem Zufallsprinzip waren die Schüler am Anfang der Vorschule entweder einer kleinen Klasse (13 bis 17 Schüer) oder einer normal großen Klasse (22 bis 26 Schüler) zugeteilt worden. Das überraschende Ergebnis nach 13 Beobachtungsjahren: Von den Kindern, die im Grundschulalter vier Jahre lang in einer kleinen Klasse gelernt hatten, erreichten 15 % mehr einen High-School-Abschluss. Bei Schülern aus ärmeren Familien war der Effekt besonders groß: Bei ihnen stieg die Schulabschlussrate um 25 Prozent.. ...“
Quelle: Spiegel 20/2005, 14.20.05.05

 

Beamte fordern drei Prozent mehr
 „…Rückwirkend zum1. Januar 2007 müssten Gehälter und Pensionen um mindestens 3 Prozent erhöht werden, sagte am Freitag Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes. In Zeiten sinkender Steuereinnahmen hätten die Beamten als erste drastische Einkommensverluste hinnehmen müssen. Die notwendigen Mittel stehen jetzt zur Verfügung. … Nach Schätzungen kann der Freistaat mit einem Steuerplus von 12 bis 14 Prozent rechnen.““
Quelle: Neuer Tag, 11.05. 2007


Schulleiter

„Berlins Schulleiter erhalten ab dem kommenden Schuljahr mehr Spielraum zur Umsetzung der weit reichenden Reformen des Berliner Schulgesetzes. So sinkt die Unterrichtsverpflichtung von Schulleitern auf maximal zehn Stunden pro Woche. Dazu treten je nach Größe der Schule weitere Ermäßigungen. Schulleiter gelten als Garanten für die Eigenverantwortung der Schulen, die sich eigene Profile und Programme geben und sich nach ihrem Umfeld öffnen. Sie haben neue verantwortungsvolle Aufgaben z.B. in der Personalführung erhalten. Die Neuerung für die Schulleiter würdigt trotz der angespannten Haushaltslage deren zentrale Bedeutung im Reformprozess.“
Quelle: Schulmagazin 5 bis 10, 7/8 2006
Zu viele Zappelphilipp-Medika-mente

„Die umstrittenen Zappelphilipp-Medikamente für Kinder werden von Ärzten in Deutschland immer öfter verschrieben. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die verordnete Menge an Ritalin und anderen Psychopharmaka mit demselben Wirkstoff mehr als verdoppelt, wie der Leiter der Bundesopiumstelle, Johannes Lütz, in Bonn bestätigt. Die Apotheken kauften demnach 2006 Arzneimittel mit 1221 Kilogramm Methylphenidat, 2001 gingen Präparate mit insgesamt erst 603 Kilogramm dieses Wirkstoffs an deutsche Apotheken…. Ritalin und vergleichbare Medikamente dürften nur das letzte Mittel bei der Behandlung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom) sein, warnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD). Auch der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann kritisierte die steigende Anwendung von Ruhigstellern: „An der Grunderkrankung ändert sich dadurch natürlich nichts. Im Gegenteil: Man verbaut dem Kind Entwicklungschancen.“

 

Elternhaus entscheidet über Studium
Von 100 Akademikerkindern gehen 83 an die Hochschule, bei Arbeiterfamilien sind es nur 23
 „…Zu diesem Ergebnis kommt die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW)….DSW-Präsident Rolf Dobischat nannte die Ungleichheit in den Bildungschancen beschämend für eine Demokratie. Dobischat verlangte eine sofortige Bafög-Erhöhung, um mehr junge Menschen zum Studieren zu ermuntern. Die zusätzlichen Hochqualifizierten, die Deutschland benötige, müssen nun auch hochschulfernen Schichten mobilisiert werden. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 20.06.2007