Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich einverstanden mit den Datenschutzbedingungen.

Presse 2007 Juli/Anfang August

Ausgewählt und zusammengestellt von Helmut Schuster

 

Eltern protestieren beim Minister
180.000 Unterschriften für kleinere Schulklassen
„Fast 180.000 Eltern haben bei einer bayernweiten Aktion mehr Lehrer und kleinere Klassen gefordert. Kultusminister Siegfried Schneider nahm die Unterschriftenliste entgegen. ..Es sei wissenschaftlich nicht belegbar, dass sich kleine Klassen positiv auf die Unterrichtsergebnisse auswirkten, sagte er und wies damit die Forderung zurück, zumindest in Grund- und Hauptschulen die Klassenstärken auf 25 Kinder zu begrenzen. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 13.07.2007

Kleine Klassen, große Wirkung
„Kinder, die während der Grundschule in kleinen Klassen unterrichtet werden, erreichen später bessere Schulabschlüsse. Dies ergab eine großangelegte Untersuchung von Wissenschaftlern der University at Buffalo im Bundesstaat New York. Die Forscher verfolgten in ihrer Studie den Werdegang von fast 5000 Schülern von der Vorschule. Bis zum Ende der High School. Nach dem Zufallsprinzip waren die Schüler am Anfang der Vorschule entweder einer kleinen Klasse (13 bis 17 Schüler) oder einer normal großen Klasse (22 bis 26 Schüler) zugeteilt worden. Das überraschende Ergebnis nach 13 Beobachtungsjahren: Von den Kindern, die im Grundschulalter vier Jahre lang in einer kleinen Klasse gelernt hatten, erreichten 15 % mehr einen High-School-Abschluss. Bei Schülern aus ärmeren Familien war der Effekt besonders groß: Bei ihnen stieg die Schulabschlussrate um 25 Prozent.. ...“
Quelle: Spiegel 20/2005


Schulstudie: Kleiner ist feiner

 „Mit wenigen Mitschülern lernt es sich besser als in großen Klassen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Passau, die die Auswirkungen von Klassengröße auf Lernbedingungen, Lernergebnisse und Sozialklima untersuchte. Zwei Jahre lang vergleichen Hauptschullehrer im Auftrag der Uni kleine (15 bis 20 Schüler) mit großen Gruppen (mehr als 30 Kinder).
Im Gegensatz zu XXL-Klassen herrscht bei kleinen Gruppen ein günstigeres zwischenmenschliches Klima, wodurch Schüler mit größerer Motivation und Freude arbeiten. Studienleiter Fritz Haselbeck, Dozent an der Philosophischen Fakultät: Die Schüler sind ruhiger, disziplinierter. Lehrer ermahnen und bestrafen weit weniger. ....Pädagogen könnten mehr beraten und fördern. So gewinne der Unterricht an Intensität und Qualität.“
Quelle: Focus 15/2005


Zu wenig Lehrer für das neue Schuljahr

 „...An den Volksschulen stellt Bayern zum Herbst 1417 Lehrer ein. Dabei handelt es sich nicht um neue Stellen, sondern um solche, die etwa wegen Schwangerschaften und Pensionierungen frei werden. Viele gut ausgebildete Grund- und Förderschullehrer finden keine Anstellung, kritisierte Karin Leibl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Junglehrer. …Die Situation an den Gymnasien hält Leibl für alarmierend. Der Staat bildet teuer Lehrkräfte aus, die dann in die Wirtschaft wechseln, so Leibl. Wegen der großen Klassen sei der Schuldienst unattraktiv geworden.“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 14.07.2007


Weiter viel zu wenig Lehrer

SPD nennt Bildungspläne der Staatsregierung ein „Nullsummenspiel“   

„... Dass laut Staatsregierung ab September insgesamt 1200 mehr Lehrer an den Schulen seien als bisher geplant, sei ein Nullsummenspiel. Gegengerechnet werden müsse, dass im Doppelhaushalt 2007/2008 über 1600 Stellen an den Hauptschulen gestrichen worden seien. Nur etwa 400 davon seien auf andere Schularten übertragen worden. Wenn jetzt 1200 Stellen angekündigt würden, von denen ein Großteil zeitlich befrostet sei, schaffe man bestenfalls einen Ausgleich für vorher abgezogene Stellen, der allerdings fast völlig zu Lasten der Hauptschule gehe.
Ziele einer erfolgreichen Bildungspolitik müssten eine Schülerobergrenze von 25 je Klasse und eine verlässliche Personalplanung an den Schulen sein.
Heftig kritisierte Pfaffmann (SPD) den Lehrermangel an Förderschulen für Kinder mit geistiger Behinderung. Wegen zu großer Klassen würden die Kinder dort nicht mehr gefördert, sondern nur noch aufbewahrt, wie es in einem Brief des Landeselternbeirats heiße. Pfaffmann nannte das zynisch, weil Förderlehrer in ausreichender Anzahl vorhanden wären. Die Staatsregierung weigere sich aber aus Spargründen, diese einzustellen.“   Quelle: Neuer Tag, 24.07.2007


Mehr Lehrer, kein Notendruck, kein Sitzenbleiben

Das Paradies im Norden
Warum Finnlands Schulen Weltspitze sind – und was Bayern daraus lernen kann

  

„...Dort erhalten alle Kinder von der ersten bis zur neunten Klasse gemeinsamen Unterricht. Jedem Schüler soll möglichst viel beigebracht werden, damit er sich mit 15 Jahren selbst für einen Bildungsweg entscheiden kann. Statt die Kinder wie in Bayern in Gymnasiasten, Realschüler, Haupt- und Förderschüler einzuteilen, schauen finnische Lehrer viel mehr auf das einzelne Kind. Es gebe keine falschen Schüler in der richtigen Schule. Wer Probleme habe, könne nicht einfach in eine andere Schulart entsorgt werden. Pädagogen verstehen sich in Finnland als Entwicklungshelfer und nicht als Allwissende, die Kinder in feste Kategorien pressen. …
In Bayern kosteten die Gymnasiasten am meisten, in Finnland dagegen seien die jüngsten Schüler die teuersten. “  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 16.06.2007

 

Stoibers Milliardenprogramm
Bildung, Forschung, Straßenbau – wofür die Regierung die zusätzlichen Steuereinnahmen ausgeben will
 „Der Freistaat wird in den nächsten Jahren eine Milliarde zusätzlich in Forschung und Bildung sowie in den Ausbau der Kinderbetreuung stecken. …So hatte Stoiber ursprünglich angekündigt, das Programm werde allein im Jahr 2008 mit mehr als einer Milliarde Euro ausgestattet. Die von ihm eigens eingesetzte Expertenkommission unter der Leitung von Ex-Mc-Kinsey-Chef Herbert Henzler hatte in ihrem Gutachten, das als Basis für „Bayern 2020“ dient, Investitionen in Höhe von sechs bis acht Milliarden Euro bis 2020 vorgeschlagen. Davon sind die momentan geplanten Dimensionen weit entfernt. Wegen der hohen Steuereinnahmen hat die Staatsregierung tatsächlich weit mehr Geld zur Verfügung, als in „Bayern 2020“ einfließen soll. …“.“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 11.07.2007

 

Marshallplan für frühere Bildung in Deutschland
Forderung der Konrad-Adenauer-Stiftung/Es fehlen Geld und qualifiziertes Personal

  

„… Bayern führt mit Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Liste der Bundesländer mit dem geringsten Versorgungsgrad bei den unter Dreijährigen an. …Zu lange stand die Frage der Kinderbetreuung in Deutschland unter dem Diktum des Kinderhütens im Sinn einer notfallorientierten Bereitschaftsdienstes, der in der Praxis als vergleichsweise bildungs- und erziehungsferne Tätigkeit aufgefasst wurde. Im internationalen Vergleich schnitten deshalb auch die deutschen Fachkräfte in ihrer Ausbildung schlecht ab. …Die deutsche Bildungs- und Erziehungskleinstaaterei hinterlasse auch hier ihre Spuren. Was muss geschehen?
Die Untersuchung mahnt einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Einrichtungen an, Hand in Hand mit einer Professionalisierung der pädagogischen Fachkräfte, …, Beitragsbefreiung am Eingang der Bildungsbiografie, …kleinere Gruppen – von derzeit 24 Kinder auf sechs bis acht pro Fachkraft (EU-Empfehlung, …eine bessere Ausstattung der Einrichtungen und eine akademische Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher. Es kann nicht hingenommen werden, dass wir in Deutschland die schwierigsten und komplexesten Bildungsprozesse im vorschulischen Alter mit dem geringsten Qualifikationsniveau unserer Fachkräfte europaweit bewältigen wollen.“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 8.102007


OECD: Deutschland muss mehr Akademiker ausbilden

Bildungsbericht prognostiziert Ingenieur- und Lehrermangel/Schavan nennt Hochschulabsolventenquote von 40 Prozent als Ziel

  

„… Auch müsse die Studienabbrecherquote von 35 % deutlich reduziert werden. Nach OECD-Angaben kommen derzeit in Deutschland auf hundert Ingenieure (Fachhochschule und Hochschule) in der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre nur 90 Graduierte in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre. Im OECD-Durchschnitt kämen aber auf 100 Ältere 190 Jüngere. Noch ausgeprägter sei dieses Missverhältnis im Bildungssektor: In Deutschland kämen auf 100 ältere Pädagogen nur 60 junge, im Mittel der OECD-Länder kommen auf 100 ältere 230 jüngere. OECD-Generalsekretär Gurria wies auf besorgniserregende Korrelationen hin. So sei der Anteil der Akademikerkinder an Hochschulstudenten in Deutschland 2,2-mal so hoch, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspreche. In Irland dagegen habe die akademische Bildung des Vaters so gut wie keinen Einfluss darauf, ob ein Kind studieren kann oder nicht. …“....“  
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.09.2007

 

Die Angst des Schülers vor dem Probeunterricht
Für Experten kommt die Auslese zwei Jahre zu früh – aber das Kultusministerium bleibt stur
 „…Im Schuljahr 2006/2007 wechselten 47167 Kinder an eine fünfte Gymnasial-Klasse. Nur 2149 oder 4,6 Prozent hatten zuvor den Probeunterricht absolviert. … Es ist eine entwicklungspsychologische Binsenweisheit, dass die Entscheidung, welcher Schultyp der richtige ist, erst frühestens ab dem Alter von zwölf Jahren möglich ist, sagt Robert Tröndle, Gymnasiallehrer und Schulberater bei der Stadt München. Früher sind die kognitiven Fähigkeiten der meisten Schüler zu wenig ausgereift, als dass eine realistische Empfehlung möglich sei. Auch Hans-Jürgen Tölle, Leiter des schulpsychologischen Dienstes der Landeshauptstadt, sieht das so. Nur 60 Prozent der Fünftklässler an bayerischen Gymnasien kommen zum Abitur. Das zeigt, wie wenig Aussagekraft die Viertklass-Noten für die Schullaufbahn haben.“ …“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 02-07.2007


Männliche Bildungsverlierer

Jungen sind laut einer Studie im Durchschnitt um eine Schulnote schlechter als Mädchen

 „Die Vergleichsstudie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags stützt sich auf Daten des Statistischen Bundesamts. So hätten im Schuljahr 2005/2006 mehr als 10 Prozent der männlichen Schüler die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen. Bei den Mädchen lag dieser Anteil nur bei sechs Prozent. Zugleich schlossen 21,7 Prozent der Jungen mit der Fachhochschul- oder Hochschulreife ab. Bei den Mädchen waren es dagegen 29,3 Prozent. …Jungen sind nach Angaben des DIHK im Durchschnitt sogar eine ganze Schulnote schlechter als Mädchen. Nach wie vor wiederholen deutlich mehr Jungen als Mädchen eine Klasse. …Ohne Schulabschluss und mit schlechten Noten sei der Weg in qualifizierte Berufe für einen Großteil der männlichen Schulabgänger verbaut, warnt der DIHK. Dies habe nicht nur negative Konsequenzen für die beruflichen Perspektiven der Jugendlichen, sondern wirke sich auch auf die gesellschaftlichen Kosten aus, etwa die Sozialausgaben. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 08.08.2007

Pädagogen-Rebellion in Oberschwaben
Baden-württembergische Rektoren wollen die Hauptschule abschaffen: Sie zerteilt die Gesellschaft und integriert nicht
 „… Rektor Rudolf Bosch will keine Fitnessprogramme mehr: Man hat in den vergangenen Jahren viele Aktionen gestartet und es nie geschafft, die gesellschaftliche Akzeptanz der Hauptschule zu steigern. Das System müsse sich ändern. Er will die Schüler länger zusammen lassen, mindestens bis zur 6. Klasse. Gemeinsam mit drei anderen Kollegen hat er einen Brief an Kultusminister Rau verfasst, den 107 von 137 Schulleitern im Kreis Oberschwaben-Bodensee unterschrieben haben. …Ich möchte die Hauptschule nicht schlechtreden, sagt Bosch. …Viele Studien hätten ergeben, dass Schüler vor allem von anderen Schülern lernten. An der Hauptschule fehlten aber die Vorbilder, an denen sich die anderen orientieren können. ….“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 29.05.2007



Südwest-FDP fordert längere Grundschule

 „Die baden-württembergische Landtags-FDP hat sich für die Einführung einer sechsjährigen Grundschule ausgesprochen. … Die FDP geht damit auf Konfrontationskurs zu ihrem Koalitionspartner CDU, der am System der vierjährigen Grundschule festhält. …Aus sozial- und auch aus wirtschaftspolitischen Gründen dürfen wir kein Potential brachliegen lassen, sagte Fraktionschef Ulrich Noll. Unterstützung bekam er von den Oppositionsparteien Grüne und SPD sowie den Lehrerverbänden.“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 20.09.2007



Überforderte Eltern sollen Kurse besuchen

NRW-Ministerpräsident Rüttgers möchte so gegen Kinderverwahrlosung vorgehen
 „….Wenn Kinder verwahrlosen, dann muss der Staat eingreifen, sagte Rüttgers… . Wir werden hier härter durchgreifen. Eltern seien nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Dazu solle ein Frühwarnsystem entwickelt werden, das künftig vor den Folgen von Armut und Vernachlässigung schützt und an das bis Ende 2008 alle 398 Jugendämter angeschlossen sein sollen. .. Rüttgers sagte, die CDU sei immer von der heilen Familie ausgegangen, die Realität sehe aber sehr bedrückend aus. Nach Schätzungen …würden 45000 bis 90000 Kinder von ihren Eltern vernachlässigt ..“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 17.07.2007



Pflicht zur Vorsorge

 „In Bayern sollen alle Eltern künftig verpflichtet werden, ihre Kinder zur Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt zu schicken. ...Bisher nutzen etwa zehn Prozent der Eltern nicht die bislang freiwilligen, von den Kassen bezahlten Untersuchungen der Kinderärzte. Mit der Verpflichtung bekäme ein Arzt auch diese Kinder zu Gesicht. Bayern will sich auch bundesweit für Pflichtuntersuchungen einsetzen..“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27.06.2007



Freie Fahrt ins Schullandheim

Staat muss Lehrern Kosten für Ausflüge voll erstatten
 „Der Staat muss Lehrern, die an einer Klassenfahrt teilnehmen, die vollen Reisekosten erstatten. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Die übliche Praxis, dass Lehrer auf einen Teil der Spesen verzichten, sei grundsätzlich rechtswidrig, urteilte das Gericht. Sie verstoße deutlich und stark gegen die Fürsorgepflicht des Staates, sagte der Vorsitzende Richter Jürgen Zimniok. ....“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 03.08.2007



Grundschule wie Gymnasium

NRW will alle Lehrer künftig gleich ausbilden
 „In Nordrhein-Westfalen soll künftig für die Lehrer aller Schulformen eine gleich lange Ausbildungszeit von insgesamt 6 Jahren gelten. …Schulministerin Barbara Sommer (CDU) erklärte, sie verspreche sich von der Reform eine praxisnähere, profilierte und professionellere Lehrerausbildung. Durch ein eigenes Grundschullehramt solle insbesondere das so wichtige frühe Lernen aufgewertet werden. ... Sommer kündigte an, die neue Lehrerbildung werde auch Konsequenzen für die derzeit an den einzelnen Schulformen unterschiedlichen Besoldungsstrukturenhaben. Damit können wir uns aber Zeit lassen, sagte die Ministerin. Die ersten neu ausgebildeten Lehrkräfte werden nicht vor 2015 an den Schulen unterrichten. Für Lehrkräfte, die bereits im Schuldienst tätig seine, gelte jedoch eine Bestandsgarantie. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 12.09.2007



Viele Deutsche bleiben unfreiwillig ohne Kinder

 „…Mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (22 Prozent) bleibt nach eienr Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unfreiwillig ohne Kinder. Von den 3500 Befragten zwischen 25 und 59 Jahren hatten 70 Prozent Kinder. 30 Prozent waren kinderlos – davon entschieden sich nur 8 Prozent bewusst gegen ein Baby. Der Rest wünschte sich sehnlichst ein Kind oder hätte früher gern Nachwuchs gehabt. Bei 12,8 Millionen Deutschen sei der Wunsch nach einem ersten oder weiteren Kind bisher nicht in Erfüllung gegangen.“  
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 28.06.2007

 

Studie zeigt, Übergewicht ist soziale Epidemie
„Übergewicht ist sozial ansteckend. Das folgern Mediziner aus einer Studie, nach der es für Menschen, deren Partner, Familienangehörige und vor allem Freunde zu dick sind, ein überraschend hohes Risiko gibt, ebenfalls zu viele Pfunde anzusetzen. Am größten ist der Einfluss von Freunden, selbst wenn sie Hunderte von Kilometern entfernt wohnen. Ist ein Freund oder eine Freundin zu dick, steigt das Risiko, dass Fettpolster wachsen, um 57 Prozent.. …Diese Erkenntnis bietet nun Chancen für den Kampf gegen Übergewicht durch Gruppentherapie oder sogar Therapien für ganze Gemeinden. Für die Studie wurden Daten von rund 120000 Amerikaners ausgewertet … .“
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2007

 

Textfeld:    Aus SZ, 09.08.2007