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Presse IV/2008

Presseschau IV/2008, ausgewählt und zusammengestellt von Helmut Schuster...

 


Mehrheit für längere Grundschulzeit
Eine Mehrheit der Deutschen hält die Aufteilung der Kinder auf verschiedene Schulformen nach der vierten Klasse für zu früh. 49 Prozent wollen die Kinder erst nach der 6.Klasse trennen, 19 Prozent sind sogar für eine gemeinsame Schulzeit bis zur zehnten Klasse. …Nur…28 Prozent befürworten nach der Emnidumfrage das Verteilen der Kinder auf verschiedene Schularten nach der vierten Klasse … .“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 11.08.2008
 

 

 

Der Ausleseauftrag steht im Vordergrund
Nur etwa 40 Prozent der Gymnasiasten schaffen den Weg bis zum Abitur in einem Durchlauf
„Die Wiederholerquote an den bayerischen Gymnasien hat sich in den vergangenen Jahren von sechs auf 3 Prozent halbiert. Nicht in München. Dort fallen jedes Jahr 5 Prozent der Schüler durch. …Mit dem Run aufs Gymnasium steige auch die Quote der Schüler, die dafür nicht geeignet seien. …Nur etwa zwei Drittel der Schüler kommen über die gymnasiale Laufbahn zum Abitur. … Noch größer ist das Problem an den Realschulen. Sie stehen mit einer Wiederholerquote von fast 8 Prozent an der Spitze aller Schularten. An den Grundschulen fallen die wenigsten, nur 0,6 Prozent durch.“„
Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr.267, 2008

 

 

 

Hausaufgaben gemacht
Grundschüler schneiden im Lesen und Rechnen international gut ab
„Die Grundschüler in Deutschland erzielen in zwei großen neuen Studien gute Leistungen. Sowohl im Lesen als auch im Rechnen und in den Naturwissenschaften erreichten sie im Vergleich mit anderen Ländern überdurchschnittlich hohe Werte. …Während die 15-Jährigen, die für Pisa getestet werden, im Lesen und Mathematik nur mittelmäßig sind, gehören die deutschen Viertklässler zum oberen Leistungsdrittel von 44 bzw. 45 Staaten und Regionen bei Iglu. …“„
Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 287, 2008

 

 

 

Vier Jahre sind nur ein Anfang
Iglu-Studie entfacht neue Diskussion über Dauer der Grundschulzeit
„Für Grundschulpädagogen gibt es schon lange keine Zweifel mehr: Die Grundschule ist die beste Schule in Deutschland. Die Ergebnisse der neuen Iglu-Studie seien nur ein weiterer Beleg dafür, sagte Horst Bartnitzky, Vorsitzender des Grundschulverbands. Deshalb will ihm auch nicht einleuchten, warum man die erfolgreiche Arbeit schon nach vier Jahren beendet. …Nur in Deutschland und Österreich werden die Kinder bereits im Alter von neun oder zehn Jahren auf verschiedene Schularten aufgeteilt. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 287, 2008

 

Deutschland mittelmäßig innovativ
„… Bei der Innovationsfähigkeit hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Deutschland gerade wieder eine mittelmäßige Note vergeben. … Das DIW analysiert alle Faktoren, die maßgeblichen Einfluss auf die Innovationsfähigkeit haben. ….kam Deutschland im Vergleich mit 16 führenden Industrieländern auf Platz acht … . Als größte Schwäche Deutschlands erweist sich der Faktor Bildung; da hat sich Deutschland seit 2007 von Platz 13 auf 15 verschlechtert. …“
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 11.2008

 

 

 

Kosten verhindern Studium
Bildung: Selbst Einser-Abiturienten verzichten
„Wegen finanzieller Hürden verzichten in Deutschland immer mehr Abiturienten selbst mit Spitzennoten auf ein Studium. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede je nach sozialer Herkunft …. Während für 81 Prozent der Einser-Abiturienten aus Akademikerfamilien die Studienaufnahme als sicher gelte, seien es bei der gleich leistungsstarken Gruppe aus Nicht-Akademikerfamilien nur 68 Prozent. Befragt wurden bundesweit Abiturienten mit einem Notenschnitt zwischen 1,0 und 2,0 des Abschlussjahrgangs 2006. Auch insgesamt sei die Studienneigung gesunken. So verneinten 32 Prozent des Abschlussjahrgangs 2006 eine Studienabsicht. 2002 waren dies 27 Prozent.“
Quelle: Mittelbayerische Zeitung, 29.08.2008

 

7,5 Milliarden für Schulen und Universitäten
„Die Bundesregierung will im Zuge des geplanten zweiten Konjunkturprogramms 7,5 Milliarden Euro in die Modernisierung von Schulen und Hochschulen stecken. Die Investitionen seien der wichtigste Teil des Konjunkturpakets, weil sie nicht nur aus der Krise helfen, sondern auch den Aufbruch aus der Krise beschleunigen, sagte Bildungsministerin Annette Schavan (CDU). Darüber hinaus sollen 10.000 Kindergärten mit „Forscher-Ecken“ ausgestattet werden.
Nach Angaben der Ministerin erhalten die Schulen 4,5 Milliarden und die Hochschulen 3 Milliarden Euro. Mit dem Geld könnten Gebäude saniert und technische Geräte angeschafft werden. Die Schulleiter und Hochschulleiter sollen Schavan zufolge bereits im Januar 2009 erfahren, wer auf welchem Wege wie viel bekommt. Bis zu den Sommerferien könnten dann die ersten Projekte anlaufen, sagte sie der Financial Times Deutschland.  „
Quelle: Süddeutsche Zeitung 23.12. 2008

 

 

 

Jugendgewalt: Lust am Schmerz
„Sie schlagen, zocken Mitschüler ab oder terrorisieren Lehrer: Nach Schätzungen haben etwa fünf Prozent aller Jugendlichen eine Störung des Sozialverhaltens. Wie Wissenschaftler von der University of Chicago jetzt herausfanden, steht diese Auffälligkeit möglicherweise in Zusammenhang mit neuronalen Veränderungen des Gehirns. Gewalttätige Jugendliche empfänden regelrechte Glücksgefühle, wenn sie anderen Menschen Schmerzen zufügten … .Die Forscher hatten Jungen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren Fotos von Menschen gezeigt, die Schmerzen empfinden, und dabei ihre Hirnaktivität im Kernspintomografen gemessen. Während gewöhnliche Teenager mit Abneigung reagierten, fehlten den aggressiven Jungen diese Gefühle. Sie waren nicht nur gleichgültig über den Schmerzen anderer, es hat ihnen die Darstellung sogar gefallen. Die gezeigten Bilder hatten ihr Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert. Zwar sagt die neuronale Aktivität nichts über die Ursache der Verhaltensstörung aus, das Verfahren könnte jedoch helfen, psychische Störungen bei Jugendlichen frühzeitig zu erkennen.“
Quelle: Spiegel Nr. 49, 2008