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Ergebnis: Umfrage zur dienstlichen Beurteilung

AUSWERTUNG der Umfrage zur dienstlichen Beurteilung:

Es waren exakt 237 Rückmeldungen, die wir erhalten, gesammelt und ausgewertet haben und damit ein Vielfaches von dem, was wir beim Erstellen des Fragebogens erwartet hatten.
Offenbar traf die Umfrage den "Nerv" sehr vieler Schulleiter und was sie angekreuzt haben, sehen Sie hier in der Zusammenfassung der Auswertung. Nach wie vor behaupten wir nicht, dass das Ergebnis nach strengen Maßstäben als "repräsentativ" bezeichnet werden kann. Doch hat sich gezeigt, dass sich das Gesamtergebnis schon nach 100 und auch nach 200 ausgewerteten Fragebögen nur noch ganz marginal verändert hat.

Download der gesamten Umfrage als PDF Datei:
Auswertung der Umfrage zur Dienstlichen Beurteilung
(je nach Bildschirmauflösung sind die Grafiken im PDF zu vergrößern und besser lesbar)

1. Frage:

Respekt und Dank, dass ein Großteil der Fachlichen Leiter an den Schulämtern die schwierige "Doppelaufgabe" zusammen mit den Schulleitern offenbar verträglich gemeistert haben. Die Bandbreite geht dabei wohl von  2 oder 3 zu beurteilenden Kollegen an Kleinstschulen bis hin zu 35 und mehr an großen Grund- und Mittelschulen. Dennoch hat fast die Hälfte das Verfahren als negativ bewertet.


2. Frage:

Die Beantwortung dieser Frage zeigt einen fatalen Systemfehler auf. Einspruch gegen eine gemeinsam mit dem Fachlichen Leiter erstellten Beurteilung zu erheben, der meistens auch den Schulleiter selbst noch zu beurteilen hat, erscheint mehr als 85 % als sehr problemtisch. Die Bandbreite von "konfliktbehaftet" bis "undenkbar" zeigt die Nöte aller Beteiligten deutlich auf. Der Anspruch auf Loyalität und auf eine dem eigenen Wissen und Gewissen entsprechenden gerechten Beurteilung laufen oft gegeneinander.

Frage 3:

81,8 % sehen Probleme in der gemeinsamen Verantwortung mit dem Vorrang des Fachlichen Leiters, der die Lehrkräfte zumeist weniger gut kennt als der Schulleiter. Wir halten die Beurteilungsaufgabe für "unteilbar". Dies bestätigen alle Führungskräfte aus der Wirtschaft und auch die Direktoren der anderen Schularten, mit denen wir über dieses Thema gesprochen haben. "Von oben" die Beurteilung des Verantwortlichen ohne Konsens zu ändern ist in der personalorientierten Wirtschaft ein absolutes "No go"! Es geht hier nicht um eine Lappalie, sondern um eine zentrale Frage der Personalführung und Personalentwicklung und um nachhaltige Mitarbeitermotivation.

Frage 4:

Dies hat uns in der Klarheit selbst überrascht und sehr erfreut. Nur 10,5 % sehen ihre Führungsaufgabe noch nicht und wollen wohl weiterhin den "Primus inter Pares"-Status mit dem Schulrat als Führungskraft. 83,5 % sind klar dafür, dass auch an den Grund- und Mittelschulen der Schulleiter die vollwertige dienstvorgesetzte und disziplinarische Führungskraft wird.
Erfolgreiche Schulen bauen auf Eigenständigkeit und eine starke, kompetente Schulführung an der Schule.

Frage 5:

Ein äußerst eindeutiges Votum ergab unsere "Gretchen-Frage"! Die Schulleiter der Grund- und Mittelschulen sind in ihrer großen Mehrheit bereit für den vollen DV-Status. Bekommen wir dafür nun nicht die rechtlichen und vor allem personellen Rahmenbedingungen mit Leitungszeit, Verwaltungsstunden, Besoldungsanpassung und Poolstunden bzw. Möglichkeiten der erweiterten Schulleitung, so fallen die Aufgaben der Beurteilung wie die der anderen Personalführung wieder an die Fachlichen Leiter zurück. Das ist die Meinung von über 90 % der Befragten.
Nötige Reformen der Volksschullandschaft sollten einen solchen verhängnisvollen Rückschritt allerdings verhindern, der allen Perspektiven europäischer und deutscher Schulentwicklungsforschung zuwiderlaufen würde. Wenn 90,7 Prozent der beteiligten Schulleiter das jetzige Verfahren nicht noch einmal mitmachen wollen, sollte das jetzt dringender Anlass zum Handeln sein.  

Download der gesamten Umfrage als PDF Datei:
Auswertung der Umfrage zur Dienstlichen Beurteilung
(je nach Bildschirmauflösung sind die Grafiken im PDF zu vergrößern und besser lesbar)