Ergebnis: Umfrage zu den Neu-Ulmer Texten

BSV-Umfrage zur Not der Schulleitungen an unseren Schulen

Neu-Ulm ist Bayern

Und so haben Sie abgestimmt!

An den Bayerischen Schulleitungsverband BSV wurde die Bitte herangetragen, eine Initiative von 40 Schulleiterinnen und Schulleitern von Grund- und Mittelschulen im Landkreis Neu-Ulm zu unterstützen, die sich nicht davon abbringen ließen, einen Notruf-Brief direkt an ihren obersten Dienstherrn, Kultusminister Dr. Spaenle, mit ihren Unterschriften und Schuladressen abzuschicken.

Wir haben über unsere BSV-Homepage die Newsletter-Empfänger gebeten, an unserer Umfrage zur Unterstützung dieser Initiative teilzunehmen und dafür drei Wochen Zeit gegeben. Mit Nennung des Namens sowie der Funktion haben wir bis 30. November 2017 insgesamt 211 Teilnehmer an unserer Umfrage gezählt. Wir stellen fest, dass das eine enorm hohe Beteiligungsquote unserer Newsletter-Leser ist und bedanken uns bei allen ganz herzlich, die mitgemacht haben.

Bei unserer letzten Umfrage zur "Problematik der dienstlichen Beurteilung" hatten wir beim Zwischenergebnis von 160 Beteiligten fast das gleiche Ergebnis wie nach 260 Beteiligten, die Antworten wichen nur noch um ein Prozent vom Zwischenergebnis ab. Daraus lässt sich schließen, dass das Ergebnis bei einer Teilnehmerzahl ab 200 durchaus repräsentativ ist.

Die Teilnehmer wurden gebeten, die Informationen der Gruppe von 40 Grund- und Mittelschulen aus dem Landkreis Neu-Ulm zu lesen, die wir auf unserer BSV-Homepage veröffentlicht haben:

PDF

Und hier ist das Ergebnis:

Gesamt-Teilnehmerzahl: 211

Diagramm 1

Diagramm 2

Diagramm 3

Auch wenn wir damit gerechnet hatten, dass sich die meisten Teilnehmer den Ausführungen und Forderungen der Neu-Ulmer Gruppe anschließen können, gilt es hier doch festzustellen, dass es ein klareres und eindeutigeres Ergebnis nicht geben kann. Alle 211 Teilnehmer haben damit aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus in der Schulleitung den aktuellen Handlungsbedarf eindrucksvoll bestätigt. Kein einziger kann angeben, dass er sich ausreichend mit Zeit und Mittel ausgestattet fühlt für diese so verantwortungsvolle Aufgabe.

Der BSV wird das Kultusministerium intensiv mit diesem Ergebnis konfrontieren. Wir legen unsere Hand dafür ins Feuer, dass nicht nur die 40 Schulleiterinnen und Schulleiter aus dem Neu-Ulmer Landkreis sich mit ihrer Person für eine deutlich spürbare Verbesserung ihrer Arbeitssituation einsetzen. Im Gegenteil, man kann davon ausgehen, dass neben den 211 uns namentlich bekannten Abstimmern auch die ganz große Mehrheit der anderen fünftausend Schulleitungen an Bayerns Grund- und Mittelschulen das ganz genauso sieht.

Wir sind ganz und gar nicht der Meinung, dass die vereinzelt in den letzten zehn Jahren gegebenen Verbesserungen ausreichen, um die enorme Aufgabenmehrung durch unsere Arbeit in der Personalführung und für die dienstliche Beurteilung, für die Ganztagsbeschulung und den dramatisch gestiegenen Anteil von Migranten und Asylantenkindern auszugleichen. Im Gegenteil, der BSV insistiert seit Jahrzehnten darauf, dass Schulleitungen in Zeiten von höherer Eigenverantwortung an den Schulen auch im Volksschulbereich ein eigener Beruf mit ganz spezieller Profession ist. Schulleitungen haben genug zu tun und sollen nicht die Arbeit der Lehrer machen.

 

Warum hast du dich zur Vorsitzenden wählen lassen?

Das werde ich oft gefragt, da doch alle unsere Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung wissen, dass wir mehr als genug zu tun haben.

Hierfür gibt es viele Gründe:

Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere wichtigen Aufgaben und Anliegen nur realisieren können, wenn wir viele sind und geschlossen auftreten. Meine Ziele von früher sind geblieben, haben sich nur konkreter ausgeformt.
Der BSV ist die einzige direkte Interessensvertretung für unsere Schulleitungen. Deshalb möchte ich mit Ihnen und dem BSV eine Phalanx bilden gegen Angriffe aus der Öffentlichkeit, z.T. von Seiten der Lehrerverbände und z.T. von Elternseite.
Wir sind es uns wert, dass wir eine eigene Interessensvertretung haben.
Wir sind schon längst nicht mehr unter der Lehrerschaft im Grund-, Mittel- und Förderschulbereich zu subsumieren.
Wir sind in der Schulentwicklung die Ideengeber und Motoren, die Konfliktlöser und „Allround-Multitaskingtalente“, die es nicht verdient haben, nur in einer von vielen Abteilungen anderer Gruppierungen „verwurschtelt“ zu werden.

Ich möchte mit Ihnen zusammen aufzeigen, dass Schulleitung nicht nur Verwalten einer Schule bedeutet.
Leitung ist in meiner Sicht mehr als die bloße Organisation des Unterrichts und des gängigen Schullebens. Wir sind Manager kleiner, mittelgroßer bis großer Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten. Es sind komplexe soziale Systeme mit sehr hohem Akademikeranteil, vielen Betreuern und pädagogischem Personal, Hunderten von Schülern und Eltern… Zwar beziehen wir nicht das Gehalt eines Managers, jedoch verdienen wir Ansehen und Respekt.
Dafür werde ich kämpfen.

Mir macht auch die Arbeit außerhalb der Schule Freude, weil ich im Verband erfahren durfte, wie viele engagierte Kolleginnen und Kollegen die gleichen Gedanken und Probleme haben.
Die Arbeit in einem Verband war schon immer Kennzeichen von Professionalität mit zusätzlichem Engagement für andere. Und professionell will ich meine Amtszeit bestreiten mit hoffentlich großen Erfolgen und spürbaren Fortschritten.
Wenn dies gelingen sollte, bin ich ganz sicher vielen von Ihnen dankbar für IHREN Einsatz, für IHRE Geduld, für IHRE Unterstützung und für IHREN Humor sowie Nachsicht mit mir, wenn mir für Sie mal wieder „die Gäule durchgehen“.

Noch ein Wort zum Mitgliedsbeitrag: Sie zahlen monatlich nur 6,67€ und bekommen dafür nicht nur Freundschaft und verlässliche Ansprechpartner, sondern verbilligte Fortbildungsangebote (z.B. Wildbad Kreuth 30€ günstiger) und Wellnesstage in einigen bayerischen Kurhotels. Wenn Ihnen mal wieder das Wasser bis zum Halse steht, dann tauchen Sie unter und genießen Sie die nötige Erholung in vollen Zügen. Der Besuch in einem dieser Häuser reduziert Ihren Jahresbeitrag bereits um die Hälfte.

Verbandsarbeit ist eben nicht immer nur Arbeit, sondern auch Erholung und Entspannung. In diesem Sinne lade ich Sie herzlich ein, zu uns, dem Bayerischen Schulleitungsverband zu kommen und freue mich über jede Rückmeldung von Ihnen.

Es grüßt Sie Ihre Petra Seibert