Wichtiger Hinweis zu den Positionen

Manche Positionen werden vom Landesvorstand bayernweit vertreten und sind entsprechend gekennzeichnet.
Andere Positionen sind Meinungsäußerungen einzelner Mitglieder des BSV mit deren Gedanken und Anregungen, die zur Diskussion einladen. Entsprechend sind diese mit dem Namen des jeweiligen Autors versehen.

Zitate: Was sagt die Schulforschung?

Prof. Jaap Scherens (www.schulmanagement.de 2/2016):

"Meine Definition für gute Schulen ist, dass diese Schulen überdurchschnittlich hohe Schülerleistungen erreichen sogar dann, wenn die soziale Herkunft als nicht günstig zu bezeichnen ist. Vereinbarte curriculare Grundsätze und spezifische Ziele der Schulleitung stehen in einem Zusammenhang mit relativ hohen Schülerleistungen!


Professor Dr. Stefan Seitz (in www.schulverwaltung.de/webinare/mediathek):

"Auf der Basis empirischer Forschungen weiß man heute, dass die Schulleitung eine zentrale Rolle einnimmt. Das jeweilige Selbstverständnis und die Art der Personalführung determinieren maßgeblich die Zusammenarbeit und das Klima einer Schule und wirken sogar auf die gezeigten Schülerleistungen. Schafft es eine Schulleitung, ein Kollegium als Kollektiv zu führen, so sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler aufgrund der Motivation der Lehrkräfte de facto besser als an schlecht geführten Schulen."

BSV im BR-Rundschau-Magazin

BSV-Vorsitzende Petra Seibert im Rundschau-Magazin des Bayerischen Rundfunks zur Überforderung der Schulleiter durch die steigenden Schülerzahlen:

Sendung vom 12.07.2017 - 21:45 Uhr

BSV im Bündnis mit BLLV und KEG für erfolgreiches Schulmanagement

Damit nicht nur an Gymnasien, Berufsschulen und Realschulen moderne kooperative Schulführung möglich wird, haben sich nun die maßgeblichen Verbände im Bereich der Volksschulen darauf geeinigt, dass auf schulspezifische Weise mit einem Anrechnungsstundenpool auch an großen Grund- und Mittelschulen team- oder aufgabenbezogen zusätzliche Mitarbeiter an der Schulleitung beteiligt werden können. Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die bisher schon benachteiligten Volksschulen von einer Entwicklung abgehängt werden, die an allen anderen Schularten das Maß der Dinge wird.

  • Modernes Schulmanagement braucht kürzere Führungsspannen und die Beteiligung möglichst großer Ressourcen für eine systematische und zielgerichtete Schulentwicklung. Der BSV unterstützt seit vielen Jahren die ursprünglich 18 Modus F Schulen aus dem Volksschulbereich, die mit ihren Führungsmodellen seit 10 Jahren beweisen, wie effektiv und qualitätsfördernd Teamstrukturen an ihren Schulen wirksam sind, weil sie mit einer systematischen Teamleitung abgesichert sind, für die Anrechnungsstunden zur Verfügung stehen.
  • Zusammen mit diesen Modus-F Schulleitern dringt der BSV seit langem darauf, dass - wie in den anderen Schularten - sukzessive immer mehr große Schulen die Möglichkeit haben sollen, freiwillig mit einem eigenen Führungsmodell zusätzliche Kapazitäten erschließen zu können. Wir sind sehr froh und zuversichtlich, dass mit diesem Bündnis von BLLV, BSV und KEG nun im Kultusministerium und in der Bildungspolitik niemand mehr behaupten kann, dass unsere Schulart diese Erweiterung und zusätzliche Ausstattung gar nicht möchte.
  • Lange Zeit wurde uns als Vertreter der Schulleiterinteressen im Volksschulbereich vorgehalten, dass  hier bei uns keine Einigkeit hätten und das ist nun endgültig vorbei. Erweiterte Schulleitung schadet niemand und nützt sehr vielen, ihr gehört die Zukunft!

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Der BSV zur Flüchtlingssituation

„Wir schaffen das“? – Wie bayerische Schulen das schaffen könnten…

Politiker sind uneins – der Zustrom bleibt

Selten ist ein Kanzlerwort wie das von Frau Angela Merkel in den letzten Worten so strapaziert worden wie dieser Aufruf an die Nation. Noch am 21.10.2015 bekräftigte die Bundeskanzlerin ihr Motto auf dem 23. Gewerkschaftstag der IG Metall. Deutschland müsse lernen mit dem Zustrom der Flüchtlinge umzugehen.

Mittlerweile sind nicht mehr alle zu dieser von außen gesetzten Lernaufgabe bereit. Der Grünen-Politiker Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen trat zum Entsetzen seiner Parteifreunde mit der Antwort „Wir sind überfordert!“ an die Presse.

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Schulleiter im Nebenjob geht gar nicht

Wer weiß, unter welchen Bedingungen Volksschulleiter ihre Aufgabe in der Schul- und Personalführung zu tragen haben, wundert sich kein bisschen, dass immer weniger Lehrer dazu bereit sind, zusätzlich zu ihrem anspruchsvollen Beruf als Lehrkraft auch noch die ganze Schule zu leiten. Landauf landab kommt es immer öfters vor, dass Schulleiterstellen mehrfach ausgeschrieben werden müssen und nicht immer kann gewährleistet werden, dass sie von den geeignetsten Lehrkräften besetzt werden.

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Führungskraft statt Lehrer

...als (halb-mündiger) Schulleiter im Nebenjob!

Sehr geehrte Damen und Herren,  Sie lesen hier eine Zusammenfassung, worum es seit nunmehr 45 Jahren im Bayerischen Schulleitungsverband BSV geht. Die Ausführungen sind in 10 Minuten zu lesen und haben das Ziel, dass Sie uns Volksschulleiter in unserer besonderen Lage verstehen und vielleicht nachvollziehen können, warum die Empörung im BSV-Landesvorstands zuletzt sehr groß war. Ich hoffe, es ist gelungen, darin einen roten Faden einzuweben, der sich Ihnen erschließt.

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BSV-Standpunkt zu den Bayerischen Förderzentren

Lehramtsanwärterin mit Kind vor Förderzentrum Auch der BSV vertritt das Anrecht auf ein normales Leben von behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen.
Inklusion ist seit langem für die Schule eine Selbstverständlichkeit.

Dabei ist der Elternwille vorrangig zu beachten. Der BSV tritt für den Erhalt der Förderschulen und Förderzentren mit den unterschiedlichen Förderschwerpunkten ein.
Eltern sollen weiterhin das Recht behalten, sich frei zwischen den Schularten und besonders für die bestgeeignete Angebotsschule für ihr Kind entscheiden zu können.

Zudem tritt der BSV für mehr Leitungszeit für alle Schulen (Grund-, Mittel- und Förderschulen) ein, denn gute Schulen brauchen auch genügend Zeit für die Schulleitung.
Dr. Renate Menges, Fritz- Felsenstein- Schule, Privates Förderzentrum, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, stellvertretende Landesvorsitzende im BSV

Zur Verstärkung unserer Anliegen brauchen wir euch als Mitglieder im BSV.
 

Mittlere-Reife-ZUG ab der Klasse 5

Die bayerische Mittelschule beginnt mit der Jahrgangsstufe 5 und bietet guten Schülern im Mittlere-Reife-Zug ab der Klasse 7 die Möglichkeit, in vier Jahren den Mittleren Schulabschluss zu erwerben. Diese „Mittlere Reife“ ist gleichwertig der Mittleren Reife der Real- und Wirtschaftsschulen und berechtigt zum Zugang zu qualifizierten Berufen, aber auch zur Fachoberschule.

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Mehr Eigenverantwortung? Von wegen: Mehr Schulaufsicht!

Lehrer LämpelEine bundesweite Studie fordert für Schulleiter mehr Eigenverantwortung und Entscheidungskompetenzen. Mit dem angekündigten „Innovationsgesetz“ in Bayern wurden viele Hoffnungen in den Schulen geweckt. Zwischenzeitlich reduziert auf den Arbeitstitel „Mehr Eigenverantwortung“ kippte es schlussendlich für die Grund- und Mittelschulen sogar in ein „Mehr an Schulaufsicht“.   

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln brachte in der Zeitschrift „Schulmanagement“ im Heft 1/2014 eine Studie im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT heraus mit dem programmatischen Titel „Schulleiter brauchen mehr Eigenverantwortung und Entscheidungskompetenz“. In dem bundesweiten Vergleich zieht der Autor Helmut E. Klein ein ernüchterndes Fazit der bisherigen Bemühungen der 16 Bundesländer: „Von einer selbstständigen oder eigenverantwortlichen Personalbewirtschaftung kann … längst noch nicht die Rede sein.“ Wie kam es zu diesem traurigen Resümee?

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Leitanträge des BSV

Leitanträge

1. Berufsbild „Schulleitung“ neu gedacht

Die Schulleitung an Grund-, Mittel- und Förderschulen hat höchste Verantwortung für die Institution „Schule“, ihre Schülerinnen und Schüler wie Lehrkräfte und weitere daran Beteiligte. Deshalb ist der einzelnen Schulart mehr Eigenverantwortung zuzuteilen.

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Wie sieht die Zukunft der kleinen Schulen aus?

Positionen für Diskussionen

Kleine Schulen können nicht die Voraussetzungen erfüllen, unter denen eine Schulführungskraft den Entwicklungsprozess von Schulen in hoher Eigenverantwortung zu gestalten hat. In Schulen mit nur wenigen Lehrkräften fehlt insbesondere der Vergleichsmaßstab bei der für eine Führungskraft originären Aufgabe der dienstlichen Beurteilung. Wer nur eine Handvoll Lehrkräfte hat, kann und will oft auch nicht beurteilen und festlegen, wer Führungspotential und eine Verwendungseignung hat. Eine voll ausgebildete Führungskraft dort einzusetzen und mit entsprechendem Verwaltungspersonal zu unterfüttern, würde eine große Ressourcenverschwendung bedeuten, die der Staat nicht leisten kann, und die auch nicht notwendig ist, wie viele heute bereist gut funktionierenden Außenstellen von Grundschulen beweisen...

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Führungskonzept in einer zukunftssicheren Volksschullandschaft

Positionen für Diskussionen

Wie alle anderen Schularten braucht eine zeitgemäße "Volksschule" in Bayern, die sich heute bereits in eigenständige Grundschulen und Mittelschulen gliedert, eine Schuldirektion. Eine von einer pädagogischen Führungskraft geleitete Schuleinheit sollte je nach regionalen Gegebenheiten ein „Menschenmaß“ zwischen 400 und 800 Schüler umfassen...

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Warum hast du dich zur Vorsitzenden wählen lassen?

Das werde ich oft gefragt, da doch alle unsere Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung wissen, dass wir mehr als genug zu tun haben.

Hierfür gibt es viele Gründe:

Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere wichtigen Aufgaben und Anliegen nur realisieren können, wenn wir viele sind und geschlossen auftreten. Meine Ziele von früher sind geblieben, haben sich nur konkreter ausgeformt.
Der BSV ist die einzige direkte Interessensvertretung für unsere Schulleitungen. Deshalb möchte ich mit Ihnen und dem BSV eine Phalanx bilden gegen Angriffe aus der Öffentlichkeit, z.T. von Seiten der Lehrerverbände und z.T. von Elternseite.
Wir sind es uns wert, dass wir eine eigene Interessensvertretung haben.
Wir sind schon längst nicht mehr unter der Lehrerschaft im Grund-, Mittel- und Förderschulbereich zu subsumieren.
Wir sind in der Schulentwicklung die Ideengeber und Motoren, die Konfliktlöser und „Allround-Multitaskingtalente“, die es nicht verdient haben, nur in einer von vielen Abteilungen anderer Gruppierungen „verwurschtelt“ zu werden.

Ich möchte mit Ihnen zusammen aufzeigen, dass Schulleitung nicht nur Verwalten einer Schule bedeutet.
Leitung ist in meiner Sicht mehr als die bloße Organisation des Unterrichts und des gängigen Schullebens. Wir sind Manager kleiner, mittelgroßer bis großer Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten. Es sind komplexe soziale Systeme mit sehr hohem Akademikeranteil, vielen Betreuern und pädagogischem Personal, Hunderten von Schülern und Eltern… Zwar beziehen wir nicht das Gehalt eines Managers, jedoch verdienen wir Ansehen und Respekt.
Dafür werde ich kämpfen.

Mir macht auch die Arbeit außerhalb der Schule Freude, weil ich im Verband erfahren durfte, wie viele engagierte Kolleginnen und Kollegen die gleichen Gedanken und Probleme haben.
Die Arbeit in einem Verband war schon immer Kennzeichen von Professionalität mit zusätzlichem Engagement für andere. Und professionell will ich meine Amtszeit bestreiten mit hoffentlich großen Erfolgen und spürbaren Fortschritten.
Wenn dies gelingen sollte, bin ich ganz sicher vielen von Ihnen dankbar für IHREN Einsatz, für IHRE Geduld, für IHRE Unterstützung und für IHREN Humor sowie Nachsicht mit mir, wenn mir für Sie mal wieder „die Gäule durchgehen“.

Noch ein Wort zum Mitgliedsbeitrag: Sie zahlen monatlich nur 6,67€ und bekommen dafür nicht nur Freundschaft und verlässliche Ansprechpartner, sondern verbilligte Fortbildungsangebote (z.B. Wildbad Kreuth 30€ günstiger) und Wellnesstage in einigen bayerischen Kurhotels. Wenn Ihnen mal wieder das Wasser bis zum Halse steht, dann tauchen Sie unter und genießen Sie die nötige Erholung in vollen Zügen. Der Besuch in einem dieser Häuser reduziert Ihren Jahresbeitrag bereits um die Hälfte.

Verbandsarbeit ist eben nicht immer nur Arbeit, sondern auch Erholung und Entspannung. In diesem Sinne lade ich Sie herzlich ein, zu uns, dem Bayerischen Schulleitungsverband zu kommen und freue mich über jede Rückmeldung von Ihnen.

Es grüßt Sie Ihre Petra Seibert