bsv Pressemitteilung vom 12.03.2021: NEIN zur Durchführung von Schüler-Selbsttests in Klassenzimmern

Briefkopf BSV

Der bsv sagt „NEIN!“ zur Durchführung von Schüler-Selbsttests in Klassenzimmern! Der Gesundheitsschutz des Personals geht vor!

Das Kultusministerium veröffentlichte heute ein neues Schreiben bzgl. der Selbsttests von Schüler/innen. Bisher waren die Selbsttests für die Altersgruppe 15+ vorgesehen, die Testkits für eine Durchführung Zuhause von der Schule erhalten. Nun haben auch jüngere Schüler/innen (unter 15 Jahre) die Möglichkeit an den Selbsttests teilzunehmen. Dabei kommt es aber zu Verfahrensänderungen.

Zitate KMS vom 12.03.2021:
„Mit dieser Erweiterung des Testangebots sind auch Verfahrensänderungen verbunden. Die wichtigste besteht darin, dass die Durchführung der Selbsttestungen aller Schülerinnen und Schüler spätestens nach den Osterferien an der Schule erfolgen soll. Selbsttestungen der Schülerinnen und Schüler werden dann bis auf Weiteres Teil des schulischen Alltags.“

„Die Tests finden für die Schülerinnen und Schüler in der Schule, in der Regel im Klassenzimmer oder anderen geeigneten Räumen, statt. Damit können die Selbsttests von den Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht und ggf. Anleitung der Schule durchgeführt werden. Hierfür erhalten Sie noch gesondert ausführliche Informationen, wie diese Selbsttestungen durchgeführt werden können. Eine Ausgabe der Selbsttests für Schülerinnen und Schüler zur Anwendung zu Hause erfolgt ab sofort nicht mehr.“

Der bsv sagt ganz klar Nein! Es kann nicht sein:

  • dass Schulleitungen die Verantwortung dafür tragen, dass Selbsttests ordnungsgemäß durchgeführt werden.
  • dass Schulleitungen ihren Lehrkräften abverlangen müssen, Schüler/innen anzuleiten, sich selbst zu testen!
  • dass der Selbsttest für Schüler/innen zum schulischen Alltag gehören soll!

An den Schulen gibt es keinerlei Schutzausrüstung! Und jetzt sollen ungeimpfte und somit ungeschützte Lehrkräfte die Durchführung von Selbsttestungen bei Grund- und Mittelschülern anleiten, überwachen und gegebenenfalls berichtigend eingreifen. Ärzte weigern sich, dies ohne Begleitung durch die Eltern zu tun. Personal in Arztpraxen oder Teststationen sind mit vollständigen Schutzanzügen ausgestattet. Lehrkräfte verfügen über medizinische Masken, die an dieser Stelle wohl nicht adäquat sind.
Es nicht zumutbar, dass die Überwachung der Selbsttests an den Schulen durchgeführt wird. Zum Testen müssen Masken abgenommen werden und es kommt unweigerlich zur Nichteinhaltung des Mindestabstands. Zu guter Letzt liegt schließlich auch die Entsorgung der Tests bei den Lehrkräften bzw. an den Schulen. Spätestens an dieser Stelle ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Lehrkraft beispielsweise mit dem Speichelsekret eines Kindes in Berührung kommt. Das kann absolut nicht verlangt werden. Die Grenze der Zumutbarkeit ist hier klar überschritten. Es wird der Gesundheitsschutz des Personals und die Fürsorgepflicht für das Personal in grobem Maße verletzt.

Zudem wird das Ziel, infizierte Schüler/innen von der Schule fernzuhalten, ad absurdum geführt, wenn diese in den Klassenzimmern getestet werden!

Wir erwarten, dass die Verfahrensänderung umgehend zurückgenommen wird und die Tests zuhause unter Anleitung der Eltern oder durch die Eltern stattfinden.

Ansprechpartner für Fragen:
Cäcilia Mischko, 1. Vorsitzende: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PDF-Download:

https://www.bsv-bayern.info/cms2/images/icons/pdf.pngbsv Pressemitteilung vom 12.03.2021

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