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Klausurtagung zur Zukunftswerkstatt 2020

Nach Victor Hugo hat die Zukunft viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.
Diese Chance wollte der Landesausschuss des Bayerischen Schulleitungsverbandes mit einer Klausurtagung in Regensburg zum Thema „Zukunftswerkstatt 2020“ nutzen und die Weichen für die nächsten fünf Jahre stellen...

Nach Victor Hugo hat die Zukunft viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.
Diese Chance wollte der Landesausschuss des Bayerischen Schulleitungsverbandes mit einer Klausurtagung in Regensburg zum Thema „Zukunftswerkstatt 2020“ nutzen und die Weichen für die nächsten fünf Jahre stellen.

Bei einer Bestandsaufnahme der aktuellen Probleme des Jetzt-Zustandes wurden die Aufgaben eines Schulleiters/einer Schulleiterin in Anlehnung an den Bericht des KM vom 26.10.2016 im Bayerischen Landtag noch einmal aufgelistet. Dabei wurde ganz schnell klar, dass sowohl im Leitungs-, im pädagogischen, im organisatorischen als auch im dienstrechtlichen Bereich seit 2010 weitere Aufgaben auf die Schulleitungen zugekommen sind, wie  Inklusion, Ganztagsklassen, Vorkurse auch für deutsche Kinder (BIF), vermehrt Flüchtlingskinder und Asylbewerber, neue Übergangsklassen, Konzepte für eine Elternpartnerschaft, für die Schulentwicklung, der neue Lehrplan PLUS für die Grundschule und damit der Einsatz und die Umsetzung von Lernstrategien, Lernstandsgespräche in der Grundschule anstatt der Zwischenzeugnisse, Übergangkonzepte Kindergarten-Grundschule, die Zusammenarbeit Schule-Wirtschaft in der Mittelschule, die Kooperation mit externen Partnern in Bezug auf Jugendsozialarbeit an Schulen.

Von Staats wegen werden wir gehindert an der Erfüllung unserer o.g. Aufgaben, denn um diese neue Aufgabenvielfalt effizient bewältigen und umsetzen zu können, brauchen wir die nötige Ausstattung bzw. die passenden Rahmenbedingungen.
Das bedeutet mehr Leitungszeit für die Schuleiterinnen und Schulleiter in differenzierter Zuteilung, nicht nach Schülerzahlen. Dafür sollte es eine Standort- und eine Aufgabenbeschreibung geben und besondere Arbeitsplatzmerkmale, z.B. Größe der Schule, Anzahl der Schulhäuser, Migranten, Ganztagesklassen, kombinierte Grund- und Mittelschule, Übergangsklassen, Flüchtlingskinder und Asylanten, Kinder in Vorkursen, Bildungsindex, Sachaufwandsträger. Daraus ergibt sich eine Forderung von drei bis fünf Stunden mehr an Leitungszeit.

Der BSV wird diese Forderungen mit Nachdruck durchsetzen, u.a. bei einem Gespräch mit Kultusminister Spaenle am 3. Dezember 2014, durch eine konzentrierte Presseaktion, bei einem „Parlamentarischen Abend“ am 6. Mai 2015 in München und mit dem neuen Claim „Nur mit uns lauft’s“. Weitere Gespräche mit allen im Landtag vertretenen Parteien sind geplant.
Diese konkreten Handlungsschritte werden dann hoffentlich vom unbefriedigenden Jetzt-Zustand zum optimalen Super-Zustand in 2020 führen.

Hannelore Mathis, stellv. LV