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„Weiberroas“ im Kultusministerium

…so hätte man das Foto betiteln können, das den Landesvorstand mit Petra Seibert, Cäcilia Mischko und Hannelore Mathis zusammen mit Frau Staatssekretärin Anna Stolz nach der gemeinsamen Besprechung am Donnerstag, den 28. Februar 2019 zeigt.

BSV mit Staatssekretärin Anna Stolz

Auf jeden Fall waren wir vom Landesvorstand sehr neugierig, wie weit die Juristin Anna Stolz Interesse an den Problemstellungen der Schulleitungen im Grund-, Mittel- und Förderschulbereich zeigen würde.
Wir waren positiv überrascht. Zusammen mit Herrn Mdgt. Walter Gremm und RegDir. Christian Bruchhäuser folgte die Staatssekretärin aufmerksam unseren Ausführungen.



Themen waren ua. die zunehmend schwieriger werdende Personalsituation durch die Heterogenität der KollegInnen an den Schulen, i.B. die zunehmend größer werdende Zahl an Lehrkräften ohne ausreichende pädagogische Ausbildung sowie die seit Jahren hochengagierten KollegInnen, die mittlerweile vielfach am Rande ihrer Belastbarkeit stehen.
Dazu kommt die mangelnde Abstandswahrung zwischen funktionslosen Lehrkräften mit A13 und teilweise frustrierten Stellvertretenden Schulleitungen mit einer A13 Z Besoldung.
Bei einer solchen personellen Konstellation könne kein Verantwortlicher eine funktionierende Schulentwicklung erwarten.
Frau StSin Stolz versprach ihre politische Einflussnahme um diese auch für sie ungerechte Situation zu entschärfen und die bis dato nicht vorhandene Abstandswahrung zu thematisieren. Sie verstand, dass bei weiterem Schwund von qualifizierten StellvertreterInnen im Schulleitungsteam in Zukunft keine guten SchulleiterInnen mehr zu erwarten seien.

Weiter wurden an Themen die ständigen Aufgabenmehrungen, wie zuletzt die Digitalisierung zur Sprache gebracht. Für diese Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben sind unweigerlich Poolstunden vonnöten, die auch in Form einer Erweiterten Schulleitung anzudenken sind.
Insgesamt wurde deutlich, dass das Berufsbild der Schulleitung an Grund- und Mittelschulen immer noch nicht den Stellenwert genießt wie an den anderen Schularten.

Ein eigener Punkt in der weiteren Diskussion war das Thema der Inklusion, die ausschließlich an den Grund- und Mittelschulen in ihrer ganzen Bandbreite praktiziert werde. Diese Ausführungen fanden die Unterstützung und Zustimmung der Staatssekretärin, die hier auch Erfahrungen vor ihrer politischen Tätigkeit gesammelt hatte.

Abschließend kann resümiert werden, dass sich unsere neue Staatssekretärin Anna Stolz offen und wertschätzend für unsere Anliegen gezeigt hat und auch das Signal gab mit uns gerne im Gespräch zu bleiben. Sie versprach ernsthaft an den ihr möglichen Stellschrauben zu drehen, um wenigstens einzelne Verbesserungen für uns zu erreichen.