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Treffen des erweiterten Landesausschusses 19. und 20.02. 2008

Mittwoch, 12 März 2008

Landesvorstand

Treffen des erweiterten Landesausschusses  19./20.02. 2008
Alle Kreis- und Bezirksvorsitzenden und Landesvorstandschaft

In Neumarkt (Oberpfalz) trafen sich im jährlichen Turnus die Funktionäre des BSV zum Informationsaustausch. Die Berichte spiegelten eine große Bandbreite an Aktivitäten und Angeboten in den Kreisen und Bezirken wider. Höchst interessiert wurden Anregungen aufgenommen wie z. B. eine gemeinsame Fahrt zur didacta nach Stuttgart oder Fortbildungsfahrt nach Südtirol, Gestaltung von „Tagen der offenen Tür“, Einbezug der Pensionisten, Aktionen zur Anwerbung neuer Mitglieder, Gespräche und Kooperation mit MdLs und der Schulabteilung der Regierung, Kooperation mit anderen Verbänden, Austausch mit den Förderzentren und Mitgliederehrungen. Den Kreis- und Bezirksvorsitzenden wurde vom Landesvorstand ein riesiger Dank ausgesprochen für ihre Aktivitäten im Einsatz für die Schulleitungen vor Ort und die Angebote zum so wichtigen Informationsaustausch von Schulleitern und Stellvertretern untereinander.

 

Intensiv diskutiert wurde das Stufenmodell, das gemeinsam mit dem BLLV und der KEG an Bildungs- und Finanzpolitiker im Landtag sowie an Kultus- und Finanzministerium herangetragen wurde. Das gemeinsame Auftreten der drei Verbände wurde allseits mitgetragen und anerkannt. Beim Gespräch über die Größe der Stufen wurden unterschiedliche Strategien deutlich, die gemeinsam abgeklärt wurden. Alle Anwesenden waren sich aber einig in der Dringlichkeit und bei der Notwendigkeit, die Leitungszeit bei der Schulleitung sowie den Zuteilungsschlüssel und die Arbeitszeit der Verwaltungsangestellten deutlich und zügig zu erhöhen.

Der Bayerische Schulleitungs-Verband bildet das beste Sprachrohr und arbeitet als spezieller Anwalt für die SL-Interessen. Lokführer können streiken, um ihre Forderungen durchzusetzen. Verbeamteten Schulleitern steht diese Möglichkeit leider nicht offen und durch ihre Loyalitätspflicht sind sie zudem gebunden. So bleibt ihnen trotz der übergroßen Aufgabenfülle und der zu geringen Leitungszeit nur immer wieder das Gespräch mit MdLs bei Einladungen in die Schule, Petitionen und Appelle an Kultus- und Finanzminister auf Verbandsebene und die Überzeugungsarbeit bei Gesprächen auf allen politischen Ebenen und in den Ministerien. Diese schlechten Rahmenbedingungen und die Ohnmacht, nichts durch Streik o. Ä. verändern zu können, sind sicherlich ein weiterer Grund für die sinkenden Bewerberzahlen bei ausgeschriebenen Schulleitungsstellen.

Der attraktive Schulleitungs-Kongress in Wildbad Kreuth vom 4.-6. Mai 2008 wurde von Dr. Peter O. Chott erläutert, dem Leiter des Instituts für pädagogische Führung und Fortbildung. Die Veranstaltungen zum Thema „Konfliktmanagement und Schulleitung“ wurden von ihm beschrieben, ebenso wie die Referenten Dr. Elmar Philipp und Christoph Schießl sowie die Schulpsychologen und Konflikttrainer bis hin zum Theaterintendanten Weyer. Das riesige Interesse zur Kongress-Teilnahme und die rasche Ausbuchung zeugen von der passenden diesjährigen Themen-Wahl durch den BSV.

Vorhaben für die nächsten Monate sind die Überarbeitung des Flyers zur Werbung von neuen Mitgliedern, die Ausweitung der Angebote auf der Homepage, die von Thomas Hertweck sehr professionell umgestaltet wurde, die Sammlung von Ideen für Werbematerial, um die Bekanntheit des BSV zu steigern und die Verbreitung der informativen Verbandszeitschrift „Die Schulleitung“. Die Pensionisten im BSV werden künftig intensiver betreut.

Gerhard Schmautz wird einen Newsletter an alle bayerischen Schulen versenden mit der Einladung zum Schulleitungs-Kongress und einem Angebot zu einer Fortbildungsfahrt, vermutlich nach Finnland.   

Im abschließenden Resümee dankte der Landesvorsitzende nochmals besonders den BSV-Funktionären auf allen Verbandsebenen für die vielzähligen Aktivitäten, für ihre geleistete Arbeit und für die Frustrationstoleranz, ohne die erfolgreiche Verbandsarbeit nicht möglich wäre. In der zweitägigen Veranstaltung wurden die konstruktive Mitarbeit und eine verbesserte Zusammenarbeit immer wieder sichtbar und ertragreich umgesetzt.

Die Erfolge des BSV dürfen nicht übersehen werden: Während in den letzten Jahren die Lehrer-Arbeitszeit erhöht wurde und zudem das Arbeitszeitkonto um eine weitere Stunde wuchs, sank die Unterrichtsverpflichtung für Schulleiter an Schulen mit mehr als 180 Schülern um zwei bis drei Stunden und für Schulleiter an Schulen mit mehr als 360 Schülern um vier bis fünf Stunden. Diese Verbesserungen sind sicher auch der jahrzehntelangen Argumentation und dem Kampf des BSV für die Erhöhung der Leitungszeit zu verdanken.

Argumentationshilfen für ein Treffen mit den jeweiligen Landkreis-Abgeordneten stehen auf der Homepage des BSV www.bsv-bayern.info zur Verfügung, einschließlich dem neuesten Beitrag „Wir brauchen unsere MdLs“.

Werner Sprick